Aktuelle Informationen

BEWEGUNGEN │ DGfE-Kongress 2018 | Call for Papers

BEWEGUNGEN sind konstitutiv für das Pädagogische. Menschliche Entwicklungsprozesse, pädagogische Beziehungen wie pädagogische Organisationen sind nur als Veränderungen in der Zeit, als Bewegungen, denkbar. Das kommt etwa in der Rede von den Entwicklungs- oder Lernbewegungen zum Ausdruck. BEWEGUNGEN verweisen zugleich auf die Aktivitäten kollektiver Akteure, die historisch als Aufklärungsbewegungen, pädagogische oder Erziehungsbewegungen beobachtet werden können. Verhältnisse der Bildung, Erziehung und Sorge sind beständig in BEWEGUNG. Sie unterliegen gesellschaftlichen Transformationsprozessen und prägen diese mit. Pädagogisches Handeln bewegt Menschen wie Gesellschaften.
In der Erziehungswissenschaft werden BEWEGUNGEN, wie die der Bildung und der Erziehung, systematisch beobachtet, historisch und theoretisch reflektiert und auf Basis empirischer Einsichten zu verstehen oder zu erklären versucht. Die Einsicht in die Relevanz körperlicher, kognitiver und biographischer BEWEGUNGEN spielt dabei eine wesentliche Rolle.
Der erziehungswissenschaftliche Blick auf BEWEGUNGEN verweist auch auf unterschiedliche Ebenen der Analyse und Reflexion: die Ebene der konkreten pädagogischen Interaktion, die Ebene der pädagogischen Organisation, die Ebene der gesellschaftlichen Bedingungen pädagogischen Handelns und nicht zuletzt die Ebene der (erziehungs-)wissenschaftlichen Wissensproduktion.

Informieren Sie sich jetzt über den vollständigen Call for Papers | Deadline: 31.03.2017 | www.dgfe2018.de

Inklusion: Bedeutung und Aufgabe für die Erziehungswissenschaft
Stellungnahme der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft

Die verstärkte öffentliche wie fachliche Diskussion um Inklusion, die wesentlich unter Verweis auf die UN-Behindertenrechtskonvention geführt wird, basiert auf der menschenrechtlichen Perspektive universeller Anerkennung von Diversität, die in der Gewährleistung von Rechtsgleichheit und Nicht-Diskriminierung materialisiert werden soll. Die damit verbundenen Anfragen an die bisherige pädagogische Praxis, die bildungspolitischen Rahmenbedingungen und die erziehungswissenschaftliche Theoriebildung in Forschung und Lehre stehen auf der Agenda der kommenden Jahre. Die Erziehungswissenschaft kann in diese Debatten eine weitgefächerte Expertise einbringen und dabei auf umfangreiche Auseinandersetzungen mit Fragen von Behinderung und Benachteiligung, sozialer Ungleichheit, Diversity und Heterogenität aus den sonder- und integrations- bzw. inklusionspädagogischen Diskussionen der letzten Jahre zurückgreifen, aber auch auf Beiträge aus der Allgemeinen Erziehungswissenschaft, der Frauen- und Geschlechterforschung, der Interkul-turellen Pädagogik, der empirischen Bildungsforschung und vielen anderen Teildisziplinen. Zugleich besteht aber auch noch erheblicher Bedarf an weiterführender Forschung, Theoriebildung und der Entwicklung von Konzepten für die pädagogische Praxis. Als Forschungs- wie als Ausbildungsdisziplin steht die Erziehungswissenschaft vor der Aufgabe, sich den mit Inklusion verbundenen Herausforderungen zu stellen und aus wissenschaftlicher Perspektive Stellung zu den bildungspolitischen, konzeptionellen und praktischen Fragen zu beziehen, die sich im Kontext von Inklusion stellen. Als notwendig erscheint dabei zum einen die begriffliche Klärung und Vergewisserung darüber, was in welchem Kontext jeweils unter Inklusion zu verstehen ist und welche normativen Vorstellungen dem jeweiligen Verständnis zugrunde liegen. Im Blick auf die erforderliche bildungs- und sozialpolitische Verständigung ist es zum anderen erforderlich, die strukturellen Rahmenbedingungen und den gesellschaftlichen Kontext der Bemühungen um Inklusion in die Reflexionen einzubeziehen.

Vor diesem Hintergrund hat der Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft (DGfE) eine Kommission aus Expertinnen und Experten einberufen und mit der Erarbeitung einer Stellungnahme beauftragt, die hiermit veröffentlicht wird. Lesen Sie hier die Stellungnahme.

Arbeitsgemeinschaft Inklusionsforschung auf Zeit gegründet

Auf Antrag einer Gruppe von Erziehungswissenschaftlerinnen und Erziehungswissenschaftlern unterschiedlicher Sektionen und Kommissionen unserer Fachgesellschaft hat der Vorstand der DGfE auf seiner Sitzung vom 03./04.11.2016 eine Arbeitsgemeinschaft Inklusionsforschung für die Dauer von drei Jahren eingerichtet.
Ziel der Einrichtung dieser Arbeitsgemeinschaft ist es, "einen Ort zu schaffen, an dem über die teildisziplinären Grenzen und ihrer Organisation in Form von Sektionen und Kommissionen innerhalb der DGfE hinweg die Bedeutung von Inklusion in Forschung und Lehre, aufbauend auf den bisherigen Erkenntnissen und Wissensbeständen der Sektionen und Kommissionen, diskutiert werden kann" (aus dem Antragsschreiben). Dies soll in Form von mindestens zwei Tagungen sowie Publikationen geschehen. Die Arbeitsgemeinschaft beabsichtigt außerdem "in enger Kooperation mit dem Vorstand der DGfE und dem Rat der Sektionen, die Klärung der Frage der langfristigen Verortung des Themas innerhalb der erziehungswissenschaftlichen Fachgesellschaft, also die nach der Gründung einer Sektion oder Kommission innerhalb einer Sektion" (ebd.).
Laut Satzung können Arbeitsgemeinschaften vom Vorstand oder von den Sektionen im Einvernehmen mit dem Vorstand eingerichtet werden, um teildisziplinäre und fachliche Fragestellungen zu bearbeiten. Sie sind zeitlich befristet bis zur Erfüllung ihrer Aufgabe oder bis zur Konstitution als Kommission oder Sektion. Mit der Einrichtung einer solchen Arbeitsgemeinschaft sind keine Ansprüche auf finanzielle Zuwendungen durch den Vorstand verbunden. Der Vorstand betont außerdem, dass die Einrichtung der Arbeitsgemeinschaft kein Präjudiz für die künftige Einrichtung einer Sektion oder Kommission darstellt und dass vor einer Entscheidung über die dauerhafte Verortung der Inklusionsforschung innerhalb der DGfE die betroffenen Sektionen angehört werden.
Bislang beteiligte Kolleginnen und Kollegen sind Prof. Dr. Jürgen Budde, Prof. Dr. Andrea Dlugosch, Prof. Dr. Petra Herzmann, Prof. Dr. Argyro Panagiotopoulou, Prof. Dr. Lisa Rosen, Prof. Dr. Tanja Sturm und Dr. Monika Wagner-Willi.
Am 09./10. November 2017 findet die erste Tagung der Arbeitsgemeinschaft unter dem Titel „Inklusions- und Differenzforschung“ an der Universität zu Köln statt; nähere Informationen folgen Ende Februar 2017. Neben dem inhaltlichen Austausch ist vorgesehen, dass in Köln diskutiert wird, wie die Weiterarbeit der Arbeitsgemeinschaft Inklusionsforschung gestaltet sowie die Kooperation mit den bestehenden Sektionen und Kommissionen konzipiert werden kann, da es, anders als für Sektionen und Kommissionen keine vergleichbaren Vorgaben in der Satzung gibt. Bis dahin fungieren Prof. Dr. Jürgen Budde (juergen.budde@uni-flensburg.de) und Dr. Monika Wagner-Willi (monika.wagnerwilli@fhnw.ch) als Ansprechpartner/in für Fragen zur Arbeitsgemeinschaft.

Gemeinsame Stellungnahme des EWFT und der DGfE zum Eckpunktepapier
"Novellierung der Ausbildung zum Psychologischen Psychotherapeuten" des BMG

Das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) hat im Oktober 2016 ein Eckpunktepapier zur "Novellierung der Ausbildung zum Psychologischen Psychotherapeuten" vorgelegt, das die Grundlage für weitere Gespräche mit Vertreter/innen der Wissenschafts- und Gesundheitsministerien der Länder sein wird.
Bitte lesen Sie hier die gemeinsame Stellungnahme des Erziehungswissenschaftlichen Fakultätentags (EWFT)
und der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft (DGfE) zum Eckpunktepapier.

Stellungnahme der DGS zur Situation in der Türkei

Der Vorstand der DGfE unterstützt die Stellungnahme der Deutschen Gesellschaft für Soziologie (DGS) zur Situation von Wissenschaftler/innen in der Türkei. Stellungnahme der DGS

Board of German Educational Research Association supports the German Sociological Association’s statement on Turkey’s treatment of academics.

The complete statement reads as follows:
"Following the coup attempt in Turkey on July, 18th 2016, the education sector, including the higher education sector, has been targeted by the Erdoğan regime, as have many other public sectors.

According to press reports, 15.200 education staff have been suspended, while the Higher Education Council (YÖK) has ordered the demission of all Deans (over 1.500 in numbers) from both Turkey’s Public and foundation universities. We are shocked by the news (July, 20th) reporting that all Turkish academics are banned from going abroad. The DGS strongly and unconditionally condemns these actions against universities and university staff, and expresses its support for and solidarity with the higher education community in Turkey at this time.

While there has been global and unanimous support for the democratically elected government of Turkey in reaction to the military coup, more than ever the country needs constitutional and political guarantees for academic freedom and an open public debate, as advocated by its strong university sector.

The DGS calls on all universities and scholars to speak out against the current developments and to support democracy in Turkey, including institutional autonomy and academic freedom for scholars and students.

Munich, July 20th 2016

Prof. Dr. Stephan Lessenich – President
Prof. Dr. Paula-Irene Villa – Commissioner International Affairs"

Du möchtest Erziehungswissenschaft studieren?

Unter www.studium.org/erziehungswissenschaft kannst Du Dich über erziehungswissenschaftliche Studiengänge und Universitätsstandorte informieren. Dort präsentieren sich bisher 29 deutsche Universitäten sowie die Universitäten Klagenfurt, Zürich und Luxemburg. Studium.org/ findest Du auch auf Facebook: https://www.facebook.com/Studium.org/ und Twitter: @StudiumOrg.
Der Artikel "Fachleute für Erziehungs, Bildung und Qualifizierung" (Wolfsburger Blatt, 15.05.16) informiert Dich über die Erziehungswissenschaft als Berufsfeld.

Ihre Universität oder Pädagogische Hochschule aus Deutschland, der Schweiz oder Österreich ist noch nicht auf studium.org/erziehungswissenschaft zu finden, aber Sie möchten sich gern beteiligen? Bitte wenden Sie sich an die Geschäftsstelle.