Über die Sektion

In der Sektion Medienpädagogik sind Erziehungswissenschaftler/innen organisiert, deren Arbeitsschwerpunkt auf medienpädagogischen Fragen in Forschung und Lehre liegt. Aktuell sind über 120 Wissenschaftler/innen in der Sektion Mitglied, darunter auch Kollegen/innen aus Österreich und der Schweiz.

Die Sektion

  • führt seit 2003 jährlich eine Frühjahrs‐ und Herbsttagung durch
  • bietet im Rahmen eines Theorieforums, welches in den letzten Jahren an der Universität Magdeburg stattfand, die Möglichkeit zu intensiver Diskussion
  • fördert den wissenschaftlichen Nachwuchs u. a. im Rahmen eines Doktoranden‐Forums, einer speziellen Kommunikationsplattform und – seit 2011 – durch die Vergabe eines Promotionspreises
  • gibt seit 2001 das Jahrbuch Medienpädagogik im VS‐Verlag (Wiesbaden) und seit 2000 die Zeitschrift MedienPädagogik als Online‐Zeitschrift heraus (letztere in Zusammenarbeit mit dem Fachbereich Medienbildung der Pädagogischen Hochschule Zürich)
  • informiert die Sektionsmitglieder regelmäßig über einen Newsletter (seit 2012 in Form von Rundmails).

Die Mitglieder der Sektion Medienpädagogik setzen sich in Lehre und Forschung vor allem mit Fragen der Medienbildung und Medienerziehung, der Mediensozialisation und der Mediendidaktik (Lehren und Lernen mit Medien) auseinander. Ihre empirischen, methodischen und theoretischen Ansätze greifen nicht nur Fragestellungen aus allen Bereichen der Bildungswissenschaften, der Kommunikations‐ und Medienwissenschaft auf, sondern gerade auch solche Probleme und Themen, die im Schnittpunkt zwischen diesen Feldern liegen. Zahlreiche MedienpädagogInnen arbeiten in der Bildungs‐ und Lehr‐Lernforschung, wo es um die Gestaltung mediengestützter Lernumgebungen für selbstgesteuertes Lernen in den verschiedensten Bildungsbereichen und um die Sicherung geeigneter institutioneller Rahmenbedingungen für solche Lernumgebungen geht. 

Obgleich an einzelnen Hochschulen medienpädagogische Studiengänge und Zusatzausbildungen eingerichtet werden konnten, besteht insgesamt erheblicher Handlungsbedarf. Die Sektion Medienpädagogik fordert, dass an jeder Hochschule, an der pädagogische Fachkräfte ausgebildet werden, je nach Größe der Studierendenzahlen und Studiengänge ein bis zwei medienpädagogische Professuren mit entsprechenden MitarbeiterInnenstellen einzurichten sind. Die Sektion tritt mit Nachdruck für eine medienpädagogische Grundbildung aller pädagogischen Fachkräfte ein – in der frühkindlichen Bildung, in der schulischen Bildung, in den außerschulischen Arbeitsfeldern. 

In der medienpädagogischen Forschung halten wir es für dringend geboten, eigenständige medienpädagogische Forschungsschwerpunkte bei den großen Fördergebern zu etablieren, die eine auf Langfristigkeit angelegte Grundlagenforschung in verschiedenen Teilbereichen der Medienpädagogik ermöglicht. Erheblich stärker zu fördern sind die medienpädagogische Praxis‐ und Evaluationsforschung, um angesichts der rasanten Medienentwicklung sicherzustellen, dass die medienpädagogischen Praxis systematisch beobachtet, überprüft und weiterentwickelt werden kann.

Geschichte der Kommission / Sektion Medienpädagogik 

Auf Initiative von Stefan Aufenanger und Dieter Baacke wurde 1994 auf dem Kongress der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft (DGfE) in Dortmund zunächst eine "Arbeitsgemeinschaft auf
Zeit Medienpädagogik" gegründet, die vom Vorstand der DGfE anerkannt wurde. Diese "AG auf Zeit"
war bis 1999 eine Vorstufe zur Kommission Medienpädagogik. Seit 1999 war die Kommission Medienpädagogik zusammen mit der Kommission Umweltpädagogik eine eigene Sektion Medienpädagogik und Umweltpädagogik. Nach dem Wechsel der Kommission Umweltpädagogik in eine andere Sektion der DGfE bildet Medienpädagogik seit 2010 eine eigene Sektion.

Möglichkeit zur Mitgliedschaft

Die Mitgliedschaft in der Sektion ist an die Mitgliedschaft in der DGfE gebunden. In die DGfE kann als ordentliches Mitglied aufgenommen werden, wer sich durch wissenschaftliche Arbeiten so ausgewiesen
hat, dass sich die Gesellschaft von einer Mitarbeit wissenschaftlichen und professionspolitischen Gewinn versprechen darf. Der Nachweis wird durch die Promotion, durch kontinuierliche wissenschaftliche Publikationstätigkeit oder in Einzelfällen durch ein umfangreiches, wissenschaftliches Engagement für die Erziehungswissenschaft geführt.

Als assoziiertes Mitglied kann aufgenommen werden, wer in einem erziehungswissenschaftlichen Kontext einer wissenschaftlichen Tätigkeit nachgeht und das Ziel verfolgt, im erziehungswissenschaftlichen Kontext zu promovieren.

Der Mitgliedsbeitrag beträgt derzeit für ordentliche Mitglieder 80,00 € und für assoziierte Mitglieder
35,00 € und berechtigt zum Bezug der Mitgliederzeitschrift "Erziehungswissenschaft" und des Kongressberichts (DGfE‐Kongress, alle zwei Jahre). Nähere Informationen zur Mitgliedschaft

Vorstand der Sektion Medienpädagogik

  • Prof. Dr. Manuela Pietraß (Sektionsvorsitzende), E‐mail: manuela.pietrass@unibw.de
  • Prof. Dr. Johannes Fromme, E-mail: jfromme@ovgu.de
  • Jun.Prof. Dr. Jasmin Bastian, E-mail: jasmin.bastian@uni-mainz.de
  • Dr. Klaus Rummler, E-Mail: klaus.rummler@phzh.ch

Ehemalige Vorstandsmitglieder

  • Stefan Aufenanger (1994-1998)
  • Gerhard Tulodziecki (1994-1996)
  • Renate Schulz-Zander (1996-1998)
  • Dieter Spanhel (1996-2004; 1998-2002 Vorsitzender der Sektion Medien- und Umweltpädagogik)
  • Claudia de Witt (1998-2004; 2004 Vorsitzende der Sektion Medien- und Umweltpädagogik)
  • Ben Bachmair (1998-2004)
  • Peter Diepold (2000-2004)
  • Michael Kerres (2004-2006)
  • Werner Sesink (2004-2007; 2004-2006 Vorsitzender der Sektion Medien- und Umweltpädagogik)
  • Dorothee Meister (2006-2009)
  • Heinz Moser (2004-2012; 2004-2007 Vorsitzender der Kommission Medienpädagogik und 2007-2009 der Sektion Medien- und Umweltpädagogik)
  • Horst Niesyto (2007-2012; 2008-2012 Vorsitzender der Kommission bzw. ab 2010 der Sektion Medienpädagogik)
  • Rudolf Kammerl (2012-2014)
  • Petra Grell (2009-2016; 2012-2016 Vorsitzende der Sektion)
  • Theo Hug (2012-2016)

Initiative „Keine Bildung ohne Medien!“

Die Kommission Medienpädagogik initiierte die Diskussion über die Entwicklung einer bildungs‐ und professionspolitischen Initiative. Im Laufe des Jahres 2008 entstand die Idee zu einem Medienpädagogischen Manifest, welches 2009 veröffentlicht wurde. Wir freuen uns, dass das Manifest und die Initiative „Keine Bildung ohne Medien!“ als gemeinsame Aktion verschiedener Organisationen und Personen zustande gekommen sind! Damit hat die Medienpädagogik in Deutschland eine gemeinsame bildungs‐ und professionspolitische Plattform geschaffen, um öffentlichkeitswirksam Anliegen und Forderungen der Medienpädagogik zu artikulieren.

Neben der Kommission bzw. Sektion Medienpädagogik gehören folgende Organisationen zu den ErstunterzeichnerInnen des Medienpädagogischen Manifests: Fachgruppe Medienpädagogik in der Deutschen Gesellschaft für Publizistik‐ und Kommunikationswissenschaft (DGPuK), Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur (GMK), Vorstand des JFF – Jugend, Film, Fernsehen e.V.; Hans‐Bredow‐Institut für Medienforschung. 

Die Initiative "Keine Bildung ohne Medien!" führte am 24. und 25. März 2011 an der TU Berlin einen bundesweiten Kongress durch, an welchem über 400 Fachleute aus Bildung und Wissenschaft teilnahmen. In 13 Arbeitsgruppen wurden verschiedene Themenfelder diskutiert und konkrete Vorschläge und Forderungen entwickelt. 

Ergebnisbroschüre zum Medienpädagogischen Kongress 2011 

Die Initiative beschloss im Herbst 2011 die Arbeit fortzusetzen. Es gibt künftig ein jährliches Plenum der Initiative, eine Lenkungsgruppe, Arbeitsgruppen zu einzelnen Themen sowie eine/n Sprecher/in und eine/n stellv. Sprecher/in. Auf der Website der Initiative wird über die laufenden Aktivitäten informiert.

Prof. Dr. Horst Niesyto war von 2009 bis 2014 Sprecher der Initiative und organisierte den Medienpädagogischen Kongress 2011. Sein Nachfolger als Vertreter der Sektion Medienpädagogik in der Lenkungsgruppe ist seit 2014 Prof. Dr. Sven Kommer.