Portrait der Kommission

Mit "Bildung" und "Erziehung" werden pädagogische Konzeptionen bezeichnet, in denen die Menschen die aus der Generationenproblematik resultierenden Praktiken reflektieren und orientieren und so ihr Verhältnis zur Welt und zu sich selbst bestimmen bzw. verändern. Ihre konkrete Gestalt und Bedeutung werden zu verschiedenen Zeiten und in verschiedenen Gesellschaften unterschiedlich bestimmt.

Die Abhängigkeit der Gegenstands- und Aufgabenbestimmungen der Pädagogik von historischen, gesellschaftlichen und kulturellen Bedingungen und Diskursordnungen wird angesichts aktueller globaler Transformationsprozesse besonders deutlich. Sie setzen neue Prozesse der Selbstverständigung in Gang, die sowohl die Erziehungswissenschaft als Disziplin wie auch die Aufgaben und Möglichkeiten der pädagogischen Professionen betreffen.

Diese Erschütterungen und Irritationen im Diskursraum der Erziehungswissenschaft theoretisch angemessen zur Sprache zu bringen und auf die damit verbundenen Herausforderungen für Theoriebildung, Grundbegriffe und Selbstverständnis angemessene Antworten zu finden, zählt zu den zentralen Aufgaben der Kommission Bildungs- und Erziehungsphilosophie. Bei dieser Arbeit berücksichtigt die Kommission philosophische Traditionen ebenso wie aktuelle theoretische Entwicklungen auch in den Nachbardisziplinen.

Jährlich im Herbst lädt die Kommission Bildungs- und Erziehungsphilosophie zu themenorientierten Tagungen ein. Die Tagungen sind interdisziplinär orientiert; Gäste sind herzlich willkommen.
Die Beiträge der Tagungen sowie weitere Arbeiten der Kommission werden in einer eigenen Schriftenreihe "Bildungs- und Erziehungsphilosophie" - seit 2007 im Verlag Ferdinand Schöningh - veröffentlicht.