Zur Schriftenreihe der Kommission Wissenschaftsforschung

Die Kommission unterhält die Schriftenreihe Beiträge zur Theorie und Geschichte der Erziehungswissenschaft (seit 2007: Verlag Julius Klinkhardt, 1989-2006: Deutscher Studien Verlag).

Band 40: Empirie des Pädagogischen und Empirie der Erziehungswissenschaft. Beobachtungen erziehungswissenschaftlicher Forschung

Wolfgang Meseth / Jörg Dinkelaker / Sascha Neumann / Kerstin Rabenstein / Olaf Dörner / Merle Hummrich / Katharina Kunze (Hrsg.):

Empirie des Pädagogischen und Empirie der Erziehungswissenschaft
Beobachtungen erziehungswissenschaftlicher Forschung

Die Frage, wie erziehungswissenschaftliche Forschung ihren Gegenstand theoretisch bestimmt und empirisch erschließt und welche epistemologischen Grundlagen sie hierbei nutzt oder eigens ausgebildet hat, ist seitens der Wissenschaftsforschung seit geraumer Zeit nicht mehr systematisch verfolgt worden.
Unter dem Titel „Empirie des Pädagogischen und Empirie der Erziehungswissenschaft“ greift der Band diese erkenntnistheoretischen und methodologisch-methodischen Fragen auf. Er versammelt Beiträge, die sich sowohl nach der Möglichkeit der empirischen Beobachtung des Pädagogischen erkundigen als auch in disziplingeschichtlicher, systematischer und international-vergleichender Perspektive die epistemologische Struktur der Erziehungswissenschaft empirisch in den Blick nehmen.

Beiträge zur Theorie und Geschichte der Erziehungswissenschaft, Band 40

Band 39: Konstruktionen und Rezeptionen erziehungswissenschaftlichen Wissens Bibliometrische und systematische Analysen am Beispiel des Diskurses 'Bildungsgerechtigkeit' (2016)


Katharina Anna Vogel


Konstruktionen und Rezeptionen erziehungswissenschaftlichen Wissens
Bibliometrische und systematische Analysen am Beispiel des Diskurses 'Bildungsgerechtigkeit'

Am Beispiel des Diskurses ‚Bildungsgerechtigkeit nach PISA‘ wird in der vorliegenden Arbeit der Versuch unternommen, die diskursiven Konstruktionen erziehungswissenschaftlicher Wissenselemente über bibliometrische und hermeneutische Verfahren empirisch abbildbar zu machen.
Dabei geht es in Anschluss an Ludwik Fleck einerseits (inhaltlich) um die Form erziehungswissenschaftlicher Denkstile (im Spiegel spezifischer Wissenssedimente) und die Konstruktion ‚erziehungswissenschaftlichen‘ Wissens; andererseits geht es (methodologisch und methodisch) um die Frage nach den Möglichkeiten und Grenzen bibliometrischer Methoden zur Beschreibung und Rekonstruktion kommunikativer Wissensproduktion in der Erziehungswissenschaft.



Beiträge zur Theorie und Geschichte der Erziehungswissenschaft, Band 39

Band 38: Lehrbücher der Erziehungswissenschaft – ein Spiegel der Disziplin? (2015)

Peter Kauder / Peter Vogel (Hrsg.)

Obwohl kein Studium der Erziehungswissenschaft, gleich, ob in Hauptfach- oder Lehramtsstudiengängen, ohne Lehrbücher möglich ist und in den letzten

10 Jahren geradezu ein Boom von neuen Lehrbüchern auf dem Buchmarkt zu verzeichnen ist, weiß die Erziehungswissenschaft als Wissenschaftsdisziplin wenig bis nichts über ihre Lehrbücher.
Der vorliegende Band ist ein erster Versuch, aus unterschiedlichen Perspektiven erziehungswissenschaftliche Lehrbücher in den Blick zu nehmen – nicht zuletzt vor dem Hintergrund dessen, was seit Ludwik Fleck und Thomas S. Kuhn zum Zusammenhang von „disziplinärem Wissen“ und „Lehrbuchwissen“ diskutiert wird.

zur Verlagsseite

Band 37: Unscharfe Grenzen - eine Disziplin im Dialog. Pädagogik, Erziehungswissenschaft, Bildungswissenschaft, Empirische Bildungsforschung. (2015)

Edith Glaser / Edwin Keiner (Hrsg.)

Die Autorinnen und Autoren dieses Bandes untersuchen aktuelle disziplinäre Verschiebungen im Grenzgebiet zwischen Erziehungswissenschaft und Empirischer Bildungsforschung sowie anderen Bezugsdisziplinen. Dabei werden grundsätzliche Fragen nach einer weiteren fachlichen Ausdifferenzierung oder Neuorientierung aufgeworfen.
Die angebotenen Analysen und Perspektiven bemühen sich nicht allein um die ‚Identität‘ der Erziehungswissenschaft, sondern versuchen zuallererst dazu beizutragen, komplexe Figurationen und unterschiedliche Gegenstandkonstitutionen, soziale Lager, wissens- und wissenschafts-theoretische Orientierungen sowie die gegenwärtigen Kontroversen besser zu verstehen. Damit zielt der Band auch auf das, was Wissenschaft, Disziplinen und wissenschaftliche Gemeinschaften auszeichnet: Kommunikation, Disput und Dialog.

zur Verlagsseite

Band 36: Komplexität der Bildung. Beobachtungen zur Grundstruktur bildungstheoretischen Denkens in der (Spät-)Moderne. (2014)

Thomas Rucker

In der Erziehungswissenschaft sind bislang kaum Anstrengungen unternommen worden, den Begriff der Komplexität zu klären sowie Erziehung und Bildung komplexitätstheoretisch zu erforschen.
In der vorliegenden Arbeit wird dieses Forschungsdesiderat bearbeitet, indem der Begriff der Komplexität auf den bildungstheoretischen Diskurs appliziert wird. Diese Applikation führt zu einem erstaunlichen Ergebnis. Es kann gezeigt werden, dass Komplexität für die Erziehungswissenschaft – anders als es zunächst erscheinen mag – nicht etwas Unbekanntes ist, sondern – im Gegenteil – dass Bildungstheoretiker bereits mit einem impliziten Begriff von Komplexität operieren. Dieser Einsicht folgend werden Bildungstheoretiker verschiedenen Datums und unterschiedlicher theoretischer Provenienz als Akteure innerhalb eines Projektes begriffen, nämlich Bildung als ein in die Zukunft hinein offenes und ungewisses, weder plan- noch steuerbares Wechselspiel von Komponenten zu bestimmen.
In diesem Sinne eröffnet der Begriff der Komplexität die Möglichkeit, Bildungstheorien entlang von Parametern der Komplexität zu systematisieren und dabei auf bislang kaum erkannte Gemeinsamkeiten sowie Anschluss-möglichkeiten aufmerksam zu machen. Umgekehrt kann gezeigt werden, dass Bildungstheorien für den transdisziplinären Forschungszusammenhang der Komplexitätswissenschaften reichhaltiges Material bereitstellen.

zur Verlagsseite

Band 35: Komplexität der Erziehung Geisteswissenschaft – Modelltheorie – Differenztheorie. (2012)

Elmar Anhalt

Die Unterstützung der Entwicklung des Menschen ist der „imaginäre Wert“, den die Pädagogik in der Gesellschaft stabil zu halten versucht.
Die Erziehungswissenschaft erfüllt eine wichtige Funktion in der Bestimmung dieses Maßes, indem sie die Beschreibungen einer spezifisch erzieherischen Unterstützung menschlicher Entwicklung in den Blick rückt und dazu beiträgt, den Kombinationsreichtum der pädagogischen Theoriebildung zu problematisieren.
Der „imaginäre Wert“, zu dessen Stabilisierung die Erziehungswis enschaft ihre Anstrengungen unternimmt, ist dabei die Wissenschaftlichkeit von Theorien der Erziehung.
Die im 20. Jahrhundert entstehende Komplexitätsforschung stand bislang nicht im Mittelpunkt des erziehungswissenschaftlichen Interesses. Entsprechend unvorbereitet steht die Erziehungswissenschaft heute vor Fragen nach einer transdisziplinären Forschungsausrichtung, nach Beachtung der Perspektivität der Forschungssituation und der Dynamik von Sachverhalten, die erforscht werden. Zur Klärung der Wissenschaftlichkeit von Theorien der Erziehung dürfte es daher sinnvoll sein, die Problemstellungen der Komplexitätsforschung genauer zur Kenntnis zu nehmen.
Mit einem Vergleich geisteswissenschaftlicher, modelltheoretischer und differenz-theoretischer Ansätze pädagogischer Theoriebildung wird ein erster Schritt in diese Richtung gemacht.

zur Verlagsseite

Band 34: Neurobiologie und Erziehungswissenschaft Die neueren Konjunkturen pädagogischer Wissenschaftsforschung aus historischer und systematischer Perspektive. (2010)

Steffen Schlüter / Alfred Langewand (Hrsg.)

Das Thema „Neurobiologie und Erziehungswissenschaft“ gehört seit mehre-ren Jahren zu den aktuellen Themen der Pädagogik und Didaktik. Die neuro-biologisch orientierten Forschungen oder Untersuchungen über Erziehung, Schule und Unterricht haben dazu geführt, dass im Kontext der Neurowissenschaften auch die Neuropädagogik und Neurodidaktik entstanden sind. Die interdisziplinäre Diskussion erfolgt nicht allein zwischen Neurobiologie und Erziehungswissenschaft, sondern auch innerhalb der Pädagogik und Didaktik. Die Debatten betreffen sowohl konkrete pädagogische Praxisfelder als auch grundsätzliche methodologische Problemlagen.
Die Beiträge des vorliegenden Bandes geben nicht allein Einblicke in das Themenspektrum der Diskussion insgesamt, sondern zeigen auch die sehr kontroversen Seiten des interdisziplinären Diskurses zwischen neurobiologischen und erziehungswissenschaftlichen Perspektiven auf Erziehung, Schule und Unterricht. Dabei werden zugleich Antworten vermittelt auf grundsätzliche Fragen, bspw. wie von Seiten der Wissenschaftsforschung die Beziehungen zwischen Neurobiologie und Erziehungswissenschaft weiter entwickelt werden können, aber auch auf welchen Themenfeldern sich gegenwärtig die Unterschiede zwischen beiden Disziplinen zeigen.

zur Verlagsseite

Band 33: Niedergang der Allgemeinen Pädagogik? Die Lage am Ende der 1990er Jahre. (2010)

Peter Kauder

Nie zuvor ist die Allgemeine Pädagogik so umstritten gewesen wie in der 1994 begonnenen Diskussion. Aber die Aufregung steht in keinem ausgewogenen Verhältnis zu den Erträgen, die die vorliegende Arbeit bietet.
Abgesehen von Einzelstimmen wird die Diskussion weitgehend nicht unter Endzeitvorzeichen geführt; auch fällt die Überprüfung der Lage an empirisch-quantitativem Material aus der Wissenschaftsforschung überraschend gut aus und lässt sich zusätzlich mit empirisch-quantitativen Analysen zur Rezeption der Allgemeinen Pädagogik in einigen teildisziplinären Zeitschriften der Berufspädagogik, der Erwachsenenbildung und der Sozialpädagogik positiv unterfüttern. Ein Blick auf die systematisch-qualitative Einschätzung der Allgemeinen Pädagogik seitens ihrer Vertreter und solchen aus mehreren Teildisziplinen deutet hingegen einige Defizite an (Notwendigkeit einer verstärkten empirisch-quantitativen sowie systematisch-qualitativer Selbsterforschung; zu geringe Rezeption einer wechselseitigen Funktionsbestimmung zwischen der Allgemeinen Pädagogik und der Vielzahl erziehungswissenschaftlicher Teildisziplinen).
Insgesamt hat die Allgemeine Pädagogik – insofern wendet sich das Buch an die gesamte Disziplin Erziehungswissenschaft – den Umbau der Erziehungs-wissenschaft und ihre Ausdifferenzierung seit den 1960er Jahren nicht nur „gestemmt“, sondern ihn auch erheblich besser „verkraftet“ als weithin im eigenen Lager und in der Disziplin insgesamt angenommen.

zur Verlagsseite

Band 32: Die "Allgemeine Revision". Pädagogische Theorieentwicklung im 18. Jahrhundert. (2010)

Simone Austermann

Die Autorin beschäftigt sich mit dem so genannten „Revisionswerk“, der von Joachim Heinrich Campe initiierten und konzipierten und in 16 Bänden von 1785-1792 erschienenen „Allgemeine(n) Revision des gesamten Erziehungs-wesens von einer Gesellschaft praktischer Erzieher“. Dieses inhalts- und umfangreiche Werk, dessen wirkungsgeschichtliche Bedeutung kaum überschätzt werden kann, ist in den letzten Jahren nur selten Gegenstand von theoretischen Bemühungen geworden, überraschenderweise gibt es seit seinem Erscheinen im 18. Jahrhundert keine Arbeit, die versucht, das komplette Werk im Zusammenhang zu interpretieren und zu analysieren. Dieser Aufgabe stellt sich die Verfasserin. Sie untersucht das Revisionswerk in Hinblick auf Entstehung, Inhalte und theoretische Konzeption.
Insgesamt bietet diese akribisch recherchierte und materialreiche Arbeit neben vielen neuen Detailinformationen über den am Revisionswerk beteilig-ten Personenkreis und sein kommunikatives Netzwerk ein eindrucksvolles Bild der Differenziertheit der pädagogischen Problemdefinitionen, der Diagnostik und der pädagogischen Interventionen der Revisionisten und verdeutlicht den über eine Sammlung von praktizistischen Ratschlägen hinausgehenden argumentativ-theoretischen Anspruch und Zusammenhang dieser Gruppe von Aufklärungspädagogen.

zur Verlagsseite

Band 31: Konzepte des Lernens in der Erziehungswissenschaft. (2009)

Gabriele Strobel-Eisele / Albrecht Wacker (Hrsg.)

Moderne Gesellschaften charakterisieren sich selbst als „Lerngesellschaften“, deren Mitglieder auf jeder Altersstufe möglichst maximale Lernniveaus erreichen sollen. Die Pädagogik reagiert auf die gesteigerten Erwartungen an das Lernen mit immer neuen Konzeptionen und Technologien, um es zu entwickeln und zu optimieren. In diese Bemühungen haben sich inzwischen auch andere Wissenschaften eingeschaltet, insbesondere die Neurowissenschaften und die Psychologie.
Das vorliegende Buch thematisiert unterschiedliche methodologische Zugänge zur Beschreibung des Lernens mit dem Ziel, Konzepte und begriffliche Konturen des Lernens aus erziehungswissenschaftlicher Sicht zu entfalten und zu präzisieren. Dabei wird Lernen im Rahmen des Erziehens in Korrespondenz mit pädagogischen Handlungsformen und Kontexten gesehen, nicht isoliert und objektiviert, denn Erzieher haben es stets mit dem gesamten, höchst vielgestaltigen Phänomen des Lernens zu tun, wenn sie Kinder und Jugendliche erziehen.
Inwiefern sich dabei auch Befunde anderer Disziplinen als bedeutsam für die Konstruktion eines pädagogischen Begriffs des Lernens erweisen, war und ist eine für die Erziehungswissenschaft bedeutsame Frage und ein zentraler Gegenstand des breit gefächerten Themenfeldes in diesem Band.

zur Verlagsseite

Band 30: Der pädagogische Diskurs der Sattelzeit. Eine Kommunikationsgeschichte (2008)

Jens Brachmann

Die Studie gibt einen Überblick über die kommunikativen Verhältnisse im pädagogischen Diskurs der Spätaufklärung sowie im ersten Drittel des 19. Jahrhunderts. Über eine Kompletterhebung der einschlägigen zeitgenössischen Journalistik und der entsprechenden lexikalischen Gattungsformate werden jene Publikationsmilieus bestimmt, die in dieser Epoche zur Ausdifferenzierung pädagogischer Wissensbestände beitrugen. Dabei zeigt sich nicht nur, dass der Markt an periodischen und lexikalischen Angeboten überraschend breit war, vielmehr wird offensichtlich, dass die Diskussion um die sozialen Sachverhalte Erziehung und Bildung von ganz anderen Interessengruppen und kommunikativen Gemeinschaften getragen wurde, als die erziehungswissenschaftliche Historiografie bislang annahm.
Insbesondere der Befund, dass sich die quantitative Expansion der Erziehungspublizistik über verstärkte thematische Profilierungen in Hinblick auf die Bedürfnisse einer Laien- sowie einer Volksschullehrerklientel realisierte, gibt dabei zu der Vermutung Anlass, dass die traditionelle Disziplingeschichtsschreibung die Bedeutung der Philologen, Philanthropen, Katecheten, Erziehungsphilosophen oder der Anthropologen für die Etablierung der pädagogischen Fachdiskussion der Sattelzeit bisher überschätzte. Der Autor schlägt demgegenüber ein anderes Szenario der Ausdifferenzierung, Institutionalisierung und Professionalisierung der pädagogischen Wissenskultur vor.

zur Verlagsseite

Band 29: Disziplingeschichte im Kontext. Erziehungswissenschaft an der Universität Münster nach 1945. (2008)

Martin Rothland

Die Historiographie der deutschen Erziehungswissenschaft hat lange Zeit die Entwicklung der Disziplin in ihren konkreten und für die Genese maßgeblichen institutionellen Kontexten der einzelnen Universitäten unberücksichtigt gelassen, obwohl sich auf dieser Mikroebene die Formierung, institutionelle Etablierung und Emanzipation, die Expansion und Differenzierung – kurzum der ‚stille Siegeszug‘ der Erziehungswissenschaft in einem direkten Zugriff erfassen lässt.
An Stelle einer traditionell vorrangig theoretischen oder ideengeschichtlichen Rekonstruktion oder einer auf die empirische Erfassung gesamtdisziplinärer Entwicklungstrends ausgerichteten Untersuchung der disziplinären Genese widmet sich die Arbeit der Realgeschichte der Erziehungswissenschaft in der unmittelbaren akademischen Umwelt. Dabei wird zunächst die besondere Bedeutung der Universitäten als den zentralen Institutionalisierungsorten der deutschen Erziehungswissenschaft und damit als den maßgeblichen Kontexten für die Rekonstruktion ihrer Geschichte und sozialen Entwicklung herausgearbeitet und ein theoretischer sowie methodischer Zugang innerhalb der historischen Wissenschaftsforschung zur Rekonstruktion der erziehungs-
wissenschaftlichen Disziplingeschichte an einzelnen Universitätsstandorte entworfen, bevor am Beispiel der Universität Münster von 1945 bis 1985 die Geschichte und Entwicklung der erziehungswissenschaftlichen Disziplin in ihrem konkreten Verlauf „vor Ort“ rekonstruiert wird.

zur Verlagsseite

Band 28: Pädagogik im Nachkriegsdeutschland. Wissenschaftspolitik und Disziplinentwicklung 1945 bis 1955. (2008)

Christa Kersting

Die Arbeit rekonstruiert die theoretische, soziale und institutionelle Entwicklung der Pädagogik im Nachkriegsdeutschland und geht dazu von der Genese des Faches seit 1900 aus.
Neben den Landesbehörden / Kultusministerien, den Universitäten und ihren Fakultäten entscheiden nun die politischen und kulturellen Ambitionen der Besatzungsmächte über den Fortgang der Disziplin. Unbeschadet dessen werden Spuren verwischt, falsche Genealogien konstruiert und demokratische Ansätze unterdrückt – erneut dominierte die in der Weimarer Zeit erstarkte geisteswissenschaftliche Pädagogik.
Die Wissenschaftspolitik der Granden des Fachs – Spranger, Nohl, Litt – ging nach 1945 einher mit einer Provinzialisierung der Disziplin.
Fallstudien zeichnen den prekären Umgang mit Emigranten nach, die Situation der Akademikerinnen und die Berufungspolitik an den „alten“ Universitäten der französischen Besatzungszone Tübingen und Freiburg im Vergleich zur Neugründung in Mainz sowie in dem von Frankreich verwalteten Saarbrücken.
Das Buch basiert auf Quellenforschung in über 20 Universitätsarchiven, in Staats- und Landesarchiven, Kultusministerien, in Bundesarchiven und in den Archiven der Französischen Besatzungsmacht.

zur Verlagsseite

Band 27: Zwischen Reflexion, Funktion und Leistung: Facetten der Erziehungswissenschaft (2007)

Volker Kraft (Hrsg.)

Angesichts gestiegener Ansprüche an das Erziehungssystem (Stichwort: PISA) und einer öffentlichen Diskussion, die zugleich den Nutzen der Erziehungswissenschaft in Frage stellt, erscheint es aus Sicht der Wissenschaftsforschung naheliegend, diese Situation zum Ausgangspunkt einer systematischen Überprüfung zu machen.
Während in der Tradition des Faches Probleme disziplinärer Selbst-vergewisserung vorwiegend mit dem Dual von Theorie und Praxis bearbeitet wurden, dient den Beiträgen dieses Bandes eine systemtheoretisch inspirierte, dreigeteilte Frage als Orientierung:
In welcher Weise steht das Verhältnis der Erziehungswissenschaft zu sich selbst (Reflexion), mit dem Verhältnis der Erziehungswissenschaft zu anderen Teil-systemen (Leistung) und den Beziehungen zur Gesellschaft insgesamt (Funktion) in Verbindung, oder wie können diese drei Bezüge miteinander in Verbindung gebracht werden? Die Antworten, die hier zur Diskussion gestellt werden, erfolgen in historisch-systematischer Perspektive (W. Sünkel, K. Prange, Chr. Niemeyer), aus systemtheoretischem Blickwinkel (P. Fuchs, J. Kade, E. Anhalt, Th. Kurtz) und unter disziplintheoretischen Gesichtspunkten (G. Strobel-Eisele, E. Keiner/ H.-E. Tenorth).

zur Verlagsseite

Band 1 - 26: Deutscher Studien Verlag

Band 26 (2003) Martin Fromm / Peter Menck (Hrsg.): Schulpädagogische Denkformen

Band 25 (2003) Jürgen Oelkers / Fritz Osterwalder / Heinz-Elmar Tenorth (Hrsg.): Das verdrängte Erbe. Pädagogik im Kontext von Religion und Theologie

Band 24 (2001) Edwin Keiner / Guido Pollack (Hrsg.): Erziehungswissenschaft: Wissenschaftstheorie und Wissenschaftspolitik

Band 23 (2001) Edwin Keiner (Hrsg.): Evaluation (in) der Erziehungswissenschaft

Band 22 (1999) Heiner Drerup / Edwin Keiner (Hrsg.): Popularisierung wissenschaftlichen Wissens in pädagogischen Feldern

Band 21 (1999) Edwin Keiner: Erziehungswissenschaft 1947 - 1990 Eine empirische und vergleichende Untersuchung zur kommunikativen Praxis einer Disziplin

Band 20 (1999) Alfred Langewand / Andreas von Prondczynsky (Hrsg.): Lokale Wissenschaftskulturen in der Erziehungswissenschaft

Band 19 (1998) C. Niemeyer / H. Drerup / J. Oelkers / L. von Pogrell (Hrsg.): Nietzsche in der Pädagogik? Beiträge zur Rezeption und Interpretation

Band 18 (1996) Alfons Backes-Haase: Historiographie pädagogischer Theorien Zwischen historisch-systematischer Methode und Systemtheorie

Band 17 (1994) Guido Pollak / Helmut Heid (Hrsg.): Von der Erziehungswissenschaft zur Pädagogik?

Band 16 (1994) Reinhard Uhle / Dietrich Hoffmann (Hrsg.): Pluralitätsverarbeitung in der Pädagogik Unübersichtlichkeit als Wissenschaftsprinzip?

Band 15 (1994) Klaus-Peter Horn / Lothar Wigger (Hrsg.): Systematiken und Klassifikationen in der Erziehungswissenschaft

Band 14 (1993) Marc Depaepe: Zum Wohl des Kindes? Pädologie, pädagogische Psychologie und experimentelle Pädagogik in Europa und den USA, 1890 - 1940

Band 13 (1992) D. Hoffmann / A. Langewand / C. Niemeyer (Hrsg.): Begründungsformen der Pädagogik in der Moderne 2. Auflage 1994

Band 12 (1992) Harm Paschen / Lothar Wigger (Hrsg.): Pädagogisches Argumentieren

Band 11 (1992) Horst Weishaupt: Begleitforschung zu Modellversuchen im Bildungswesen Erziehungswissenschaftliche und politisch-planerische Bedingungen

Band 10 (1991) Klaus Beck / Adolf Kell (Hrsg.): Bilanz der Bildungsforschung Stand und Zukunftsperspektiven

Band 9 (1991) Dietrich Hoffmann (Hrsg.): Bilanz der Paradigmendiskussion in der Erziehungswissenschaft Leistungen, Defizite, Grenzen

Band 8 (1991) Dietrich Hoffmann / Helmut Heid (Hrsg.): Bilanzierungen erziehungswissenschaftlicher Theorieentwicklung Erfolgskontrolle durch Wissenschaftsforschung

Band 7 (1989) Christian Lüders: Der wissenschaftlich ausgebildete Praktiker Entstehung und Auswirkung des Theorie-Praxis-Konzeptes des Diplomstudienganges Sozialpädagogik

Band 6 (1990) Heiner Drerup / Ewald Terhart (Hrsg.): Erkenntnis und Gestaltung Vom Nutzen erziehungswissenschaftlicher Forschung in praktischen Verwendungskontexten

Band 5 (1989) Reinhard Uhle: Verstehen und Pädagogik Eine historisch-systematische Studie über die Begründung von Bildung und Erziehung durch den Gedanken des Verstehens

Band 4 (1989) J. Oelkers / W. K. Schulz / H.-E. Tenorth (Hrsg.): Neukantianismus Kulturtheorie, Pädagogik und Philosophie

Band 3 (1989) Eckard König / Peter Zedler (Hrsg.): Rezeption und Verwendung erziehungswissenschaftlichen Wissens in pädagogischen Handlungs- und Entscheidungsfeldern

Band 2 (1987) Heiner Drerup: Wissenschaftliche Erkenntnis und gesellschaftliche Praxis Anwendungsprobleme der Erziehungswissenschaft in unterschiedlichen Praxisfeldern

Band 1 (1989) Peter Zedler / Eckard König (Hrsg.): Rekonstruktionen pädagogischer Wissenschaftsgeschichte Fallstudien, Ansätze, Perspektiven