Vorstandswahl 2018

Ergebnis der DGfE-Vorstandswahl 2018: Bericht des Wahlausschusses zu den Wahlen des Vorsitzenden und der turnusmäßig zu wählenden Vorstandsmitglieder der DGfE

  1. Die Mitglieder des Wahlausschusses Prof.in Dr. Meike Sophia Baader, Prof.in Dr. Susan Seeber und Prof. Dr. Werner Thole (nachfolgend Wahlausschuss) halten auf Basis der Wahldokumentation einstimmig fest, dass sowohl die Onlinewahl wie auch die ergänzende Briefwahl nachvollziehbar und sachgerecht durchgeführt wurden. Allen Mitgliedern wurden die Wahlunterlagen und damit die Zugangsdaten, um am Onlinewahlverfahren teilzunehmen, rechtzeitig zugesandt. Ebenso erhielten alle Mitglieder, die nicht über entsprechende technische Möglichkeiten verfügen oder deren e-mail-Adressen nicht vorlagen, die Wahlunterlagen fristgerecht brieflich zugesandt.
  2. Das vorliegende Mitgliederverzeichnis weist insgesamt 3.672 Mitglieder, davon 3.634 wahlberechtigte Mitglieder, die seit mindestens 60 Tagen Mitglied der DGfE sind, aus.
  3. Die Wahlen fanden nachvollziehbar dokumentiert in dem Zeitfenster zwischen dem 03.04.2018 und dem 24.04.2018 statt.
  4. An dem Onlinewahlverfahren nahmen insgesamt 1.048 und an dem Briefwahlverfahren 58 wahlberechtigte Personen teil. Die Wahlbeteiligung lag damit insgesamt bei 30,4 %.
  5. An der Wahl des Vorsitzenden beteiligten sich 1.101 Mitglieder. Fünf Wahlteilnehmende gaben keine Stimme bei der Wahl des Vorsitzenden ab.
    Von den an der Wahl des Vorsitzenden Teilnehmenden stimmten insgesamt für Prof. Dr. Harm Kuper mit ja 827 Personen. Mit nein stimmten 196 Personen. 78 Stimmen waren ungültig. Damit erhielt Prof. Dr. Harm Kuper die erforderliche Stimmenzahl und ist zum Vorsitzenden der Gesellschaft gewählt.
  6. Bei der Wahl für die übrigen zwei zu besetzenden Vorstandssitze verteilten sich die Stimmen insgesamt auf die alphabetisch gelisteten Kandidat_innen wie folgt:
    Kleinau: 476
    Pietraß: 221
    Rieckmann: 262
    Weyland: 335
    Wiezorek: 589
    Insgesamt waren bei dieser Wahl 31 ungültige Stimmen zu registrieren.
    Der Wahlausschuss stellt fest, dass aufgrund der Stimmenverteilung somit
    Prof.in Dr. Christine Wiezorek
    Prof.in Dr. Elke Kleinau
    für die Wahlperiode 2018 bis 2022 für den Vorstand der DGfE gewählt wurden.
  7. Der Wahlausschuss empfiehlt dem Vorstand und der Geschäftsführung der DGfE, das Wahlergebnis am Mittwoch, den 2. Mai 2018 zu veröffentlichen.

Berlin, 27. April 2018
Meike Sophia Baader, Susan Seeber und Werner Thole

Ablauf der Wahl

Im Anschluss an die Mitgliederversammlung am 20.03.2018 in Essen erfolgt die Vorstandswahl 2018. Besetzt werden müssen 2 Plätze im Vorstand und das Amt der/des Vorsitzenden. Vorstandsmitglieder werden für 4 Jahre gewählt, die/der Vorsitzende für eine Amtsperiode (2 Jahre).
Aus dem Vorstand sind Tina Hascher und Fabian Kessl sowie der Vorsitzende Hans-Christoph Koller ausgeschieden, die Amtszeit von Hermann Josef Abs, Ingrid Miethe, Burkhard Schäffer und Tanja Sturm dauert weitere zwei Jahre.

Informationen zur Wahl:

  • Wahlzeitraum: 03. bis 24.04.2018.
  • Sowohl ordentliche als auch assoziierte Mitglieder sind stimmberechtigt.
  • Stimmberechtigt sind satzungsgemäß alle Mitglieder, die 60 Tage vor einer Wahl registriert sind.
  • Alle Mitglieder, von denen eine funktionierende Mailadresse vorliegt, stimmen per Onlinewahl ab. Die übrigen geben ihre Stimme per Briefwahl ab. Wer darüber hinaus trotz funktionierender Mailadresse per Briefwahl abstimmen will, gibt bitte bis 30.03.2018 Susan Derdula unter buero@dgfe.de Bescheid. 
  • Die Mitglieder, die per Onlinewahl abstimmen, erhalten eine Mail des Anbieters POLYAS mit personalisierten, anonymen Zugangsdaten.
  • Die Wahl der/des Vorsitzenden und die Wahl des Vorstands erfolgen getrennt voneinander. Jedes Mitglied hat eine Stimme für die Wahl der/des Vorsitzenden und 2 Stimmen für die Wahl des Vorstands.
  • In der Mitgliederversammlung 2016 wurde beschlossen, dass Stimmen nicht kumuliert werden dürfen.
  • Der Termin für die Auszählung der Briefwahlstimmen in Anwesenheit des Wahlausschusses wird noch festgelegt.
  • Das Ergebnis der Vorstandswahl 2018 wird nach Auszählung der Briefwahlstimmen bekannt gegeben, voraussichtlich Ende April.
  • Bitte informieren Sie sich hier über die Wahlordnung.

Nominierte für die Wahl der/des Vorsitzenden

Prof. Dr. Harm Kuper

Universitätsprofessor, Freie Universität Berlin, Fachbereich Erziehungswissenschaft und Psychologie, Arbeitsbereich Weiterbildung und Bildungsmanagement

Studium der Erziehungswissenschaft, Soziologie und Psychologie an der FUB; Abschluss als Diplom Pädagoge 1994; Promotion zum Dr. phil. an der FUB 1999; Habilitation in der Erziehungswissenschaft an der FUB 2003. Professor für Bildungsorganisation und Bildungsmanagement an der Bergischen Universität Wuppertal von 2004 – 2006; seit 2006 Professor für Weiterbildung und Bildungsmanagement an der FUB; Vorsitz der Arbeitsgruppe Empirische Pädagogische Forschung seit 2014.

In einer beinahe 30-jährigen Auseinandersetzung mit der Erziehungswissenschaft in Studium, Lehre und Forschung – davon viele Jahre als Mitglied der DGfE – haben Fragen nach dem besonderen Profil des Faches für mich beständig an Reiz gewonnen. Gerne möchte ich dazu beitragen, das Forschungs- und Lehrprofil der Erziehungswissenschaft unter Berücksichtigung ihrer internen Heterogenität und ihrer vielfältigen Außenbeziehungen zur Diskussion zu bringen.
Eine starke Ressource der Erziehungswissenschaft sind die im Pluralismus ihrer Forschungsmethoden liegenden Möglichkeiten. In der DGfE sollten bestehende Formate der Diskussion und Vermittlung von Forschungsmethoden weiterentwickelt und zur Profilierung der Erziehungswissenschaft genutzt werden.
Die Erziehungswissenschaft erbringt Leistungen in der wissenschaftlichen Bildung für Professionen, die seit einigen Jahren von Reformen der Studienstrukturen und der Organisation an den Universitäten berührt sind. In der DGfE sollte eine unvoreingenommene Bilanz dieser Reformen – sofern sie fachspezifische Belange betreffen, wie z.B. Zentren der Lehrkräftebildung – eingeleitet werden.
Einige der für die Erziehungswissenschaft zentralen Themen – etwa die Lehrkräftebildung und die empirische Forschung – werden inzwischen auch in benachbarten wissenschaftlichen Fachgesellschaften diskutiert. Die Diskussion um das Profil der Erziehungswissenschaft sollte in der DGfE von einer Kooperation mit diesen Fachgesellschaften begleitet werden.

Nominierte für die Wahl von zwei Vorstandsmitgliedern
(in alphabetischer Reihenfolge)

Prof. Dr. Elke Kleinau

Universität zu Köln (UzK), Humanwissenschaftliche Fakultät, Department Erziehungs- und Sozialwissenschaften

Studium an der Universität Bielefeld, Promotion (1985), Habilitation (1994) im Bereich der Historischen Bildungsforschung/Frauen- & Geschlechtergeschichte. Aktuell arbeite ich über Biografien, Diskriminierungserfahrungen & Bewältigungsstrategien von ‚Besatzungskindern‘ nach dem II. Weltkrieg, zu Nationalitäts-, Fremdheitskonstruktionen & Bildungsprozessen in Reiseberichten sowie zu inklusiver sexueller Bildung.

Mein besonderes Interesse gilt der Förderung von Nachwuchswissenschaftler*innen, insbesondere der 1. Generation aus nichtakademischen Elternhäusern. Zu überlegen wäre, ob innerhalb der DGfE für diese Zielgruppe ein Mentor*innenprogramm implementiert werden könnte. Dabei geht es mir nicht nur darum junge Wissenschaftler*innen auf dem wissenschaftlichen Markt konkurrenzfähig(er) zu machen, sondern es geht um die Vermittlung eines kritischen Blicks auf universitäre Strukturen, den Ablauf von bildungs- und hochschulpolitischen Entscheidungsprozessen sowie die Herstellung und/oder Bewahrung von Handlungsfähigkeit.
Der Austausch und die Vernetzung der Sektionen/Kommissionen/AGs untereinander, aber auch mit dem Vorstand sollte m.E. intensiviert werden. Das gilt insbesondere für die Einrichtungen, die Querschnittsaufgaben wahrnehmen (z.B. Sektion Frauen- & Geschlechterforschung, Sektion Historische Bildungsforschung, AG Inklusionsforschung). Im Vorstand müssten Diskussionen darüber geführt werden, was von Seiten des Vorstands getan werden könnte, um diesen Prozess zu forcieren, zu begleiten. Zum einen könnten auf diese Weise Ideen entwickelt werden, wie eine verbesserte Binnenstruktur der DGfE aussehen könnte, zum anderen könnte es auf diese Weise gelingen, dass die DGfE in aktuellen bildungs- und geschlechterpolitischen Debatten stärker als bisher öffentlich sichtbar wird.

Prof. Dr. Manuela Pietraß

W3-Professur für Erziehungswissenschaft mit Schwerpunkt Medienbildung, Universität der Bundeswehr München

Studium der Kommunikationswissenschaft (M. A.), Studium der Erziehungswissenschaft (Dr. phil.), Habilitation (Venia: Pädagogik) an der LMU München; seit 2010 Inhaberin der o.g. Professur; Vorsitzende der Sektion Medienpädagogik seit 2015; Vorstandsmitglied des JFF – Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis. Schwerpunkte: Theorie der (Medien-)Bildung und Lerntheorie; empirische (Medien-)Bildungsforschung; Erfahrung von und Lernen in Medienwirklichkeiten; Fragen der Didaktik.

Seit meiner Promotion bin ich aktives Mitglied in der DGfE, nehme regelmäßig mit eigenen Beiträgen an den Kongressen und Mitgliederversammlungen teil und war Mitglied im lokalen Organisationskomitee des DGfE-Kongresses 2002 an der LMU München. In Anschluss an meine Tätigkeit als Vorsitzende der Sektion Medienpädagogik würde es mich interessieren, auf Vorstandsebene in einer breiteren fachlichen Perspektive tätig zu sein, was mir meine inhaltlichen Schwerpunkte in der Medienpädagogik mit deren Bezügen zur Schulpädagogik und Hochschuldidaktik, in der Allgemeinen Pädagogik und der international-vergleichenden Bildungsforschung ermöglichen würden.
Thematisch würde mich die öffentliche Darstellung der Erziehungwissenschaft (EWS) als eine alle Altersstufen und Lebensbereiche umfassende wissenschaftliche Disziplin interessieren, die mit ihren einzelnen Themenfeldern von großer gesellschaftlicher Relevanz ist. Wichtig ist dafür die aktive Beteiligung der DGfE und ihrer Mitglieder an den die EWS betreffenden öffentlichen Diskursen. Ein weiteres Anliegen wäre mir die Stärkung des inhaltlichen Austauschs der Sektionen der DGfE über deren Fachgrenzen und leitende Methodologien und Methoden hinweg, realisiert über Querschnittsthemen der EWS. Dies schließt ein, dass das wechselseitige Verständnis zwischen quantitativ und qualitativ Forschenden vertieft wird, um so eine Steigerung des gemeinsamen Erkenntnisgewinns zu bestimmten Problemstellungen zu erreichen. Nicht zuletzt würde ich mich für die Förderung exzellenter Forschung des wissenschaftlichen Nachwuchses einsetzen.

Prof. Dr. Marco Rieckmann

Universitätsprofessor, Universität Vechta, Fakultät I - Bildungs- und Gesellschaftswissenschaften, Studienfach Erziehungswissenschaften

Wissenschaftlicher Mitarbeiter (2004–2013) und Promotion (2010) an der Leuphana Universität Lüneburg; Junior- (2013–06/2017) und Universitätsprofessor für Hochschuldidaktik (W2) (seit 07/2017) an der Universität Vechta, Fachsprecher der Erziehungswissenschaften (seit 2015); Schwerpunkte: Bildung für nachhaltige Entwicklung, Globales Lernen, Hochschuldidaktik, Kompetenzentwicklung, nachhaltige Hochschulentwicklung.

Bereits seit fast zehn Jahren bin ich aktiv in der DGfE. Seit 2009 war ich assoziiertes Mitglied, ab 2011 dann Mitglied in der DGfE und habe mich vor allem in der Sektion Interkulturelle und International Vergleichende Erziehungswissenschaft (SIIVE) und in der Kommission Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) engagiert. Von 2012 bis 2017 war ich Vorsitzender der Kommission BNE (seit 2017 stellvertretender Vorsitzender) und von 2013 bis 2015 Vorsitzender der SIIVE. Seit 2015 wirke ich – benannt durch den DGfE-Vorstand – als Vertreter der DGfE im Council der European Educational Research Association (EERA) mit. In dieser Funktion habe ich mich regelmäßig mit dem DGfE-Vorstand abgestimmt und auch an einer Vorstandsitzung teilgenommen. Vor diesem Hintergrund hat sich bei mir die Motivation entwickelt, im Vorstand der DGfE mitzuwirken, um mich an der Weiterentwicklung unserer Fachgesellschaft zu beteiligen und die Interessen der Erziehungswissenschaft in Deutschland und international – vor allem auf EU-Ebene, aber auch darüber hinaus – zu vertreten. Schwerpunktmäßig möchte ich mich im Vorstand folgenden Bereichen widmen: EERA Council, ECER-Konferenz 2019 in Hamburg, Internationalisierung der Erziehungswissenschaft, DGfE-Kongress, Verknüpfung der Querschnittsanliegen Inklusion, Bildungsgerechtigkeit, Gender und Nachhaltigkeit (im Sinne der Sustainable Development Goals) und Förderung der Nachwuchswissenschaftler*innen. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit im Vorstand und mit den vielen Aktiven in der DGfE!

Prof. Dr. Ulrike Weyland

Universitätsprofessorin, Westfälische Wilhelms-Universität Münster, Fachbereich Erziehungswissenschaft und Sozialwissenschaften, Institut für Erziehungswissenschaft, Arbeitsbereich Schulpädagogik/Schul- und Unterrichtsforschung (Arbeitsgruppe Berufspädagogik)

Studium/ Vorbereitungsdienst für das Lehramt an beruflichen Schulen (anschließender Schuldienst); 2009: Promotion zum Dr. phil. an der Universität Osnabrück; 2010-2015: Professur für Pädagogik, insb. Berufspädagogik der Gesundheitsberufe und Pädagogische Psychologie an der FH Bielefeld; seit 2015: Professur für Erziehungswissenschaft mit dem Schwerpunkt Berufspädagogik an der WWU Münster; Arbeits-/Forschungsschwerpunkte: Professionalisierung des Bildungspersonals (Lehrerbildung, insb. Forschung zu Praxisphasen; betriebliches Bildungspersonal), berufliche Bildung (u.a. empirische Kompetenzforschung, Übergangsforschung), Hochschuldidaktik (Forschendes Lernen)

Seit der Promotion bin ich aktives Mitglied der DGfE. Angesichts der eigenen Arbeits- und Forschungsschwerpunkte bestehen sektionsübergreifende Verbindungen und Forschungsbezüge, wie z.B. im Kontext aktueller Themen der Professionalisierungsforschung zu Praxisphasen im Studium, der Professionalisierung des betrieblichen Bildungspersonals und der Kompetenz- sowie Übergangsforschung. Vor dem Hintergrund einer sektionsübergreifenden Verständigung auf Lehrerbildung als gesellschaftlich bedeutsame Entwicklungsaufgabe möchte ich mich in Anbetracht der vielfältigen Veränderungen und Herausforderungen in Bildung und Erziehung, die von den unterschiedlichen Sektionen der DGfE bearbeitet werden, insbesondere für dieses zentrale Thema engagieren. In der Sektion Berufs- und Wirtschaftspädagogik wirkte ich dazu von 2012-2014 in der Vorstandsarbeitsgruppe zur Neufassung des Basiscurriculums (2014) mit. Darüber hinaus bin ich im Vorstand der Internationalen Gesellschaft für schulpraktische Professionalisierung (IGSP) und Mitglied in wissenschaftlichen Beiräten/Gremien zur Lehrerbildung, auch auf Bundesebene. Die DGfE sollte sich angesichts theoretisch gelegentlich verkürzter Diskurse im öffentlichen und bildungspolitischen Kontext als wissenschaflicher Impulsgeber verstehen, der Entwicklungslinien der Lehrerbildung, ausgehend von einem Dialog zwischen Wissenschaft, Bildungspraxis und Bildungspolitik, kritisch-konstruktiv begleitet und nach außen hin die Verpflichtung auf diese gesellschaftliche Kernaufgabe dokumentiert. In dem Engagement im Vorstand der DGfE sehe ich die Möglichkeit, in Kooperation mit den Sektionen zu einer Profilierung der DGfE beizutragen, indem gegenwärtige bildungspolitisch gesetzte Konzepte und Diskurse zur Lehrerbildung an eine wissenschaftliche, professionstheoretische und transparente Auseinandersetzung gebunden werden. Eine Kooperation mit angrenzenden Fachgesellschaften sollte gesucht werden. Dabei liegt die besondere Stärke der DGfE in ihrer multidisziplinären und -perspektivischen Sichtweise und ihrem umfassenden Blick auf „Bildung“. 

Prof. Dr. Christine Wiezorek

Professorin für Erziehungswissenschaft mit dem Schwerpunkt Pädagogik des Jugendalters an der Justus-Liebig-Universität Gießen

Studium der Erziehungswissenschaft im Schwerpunkt Sozialpädagogik an der FU Berlin und Abschluss als Dipl.-Päd. 1996; Promotion 2003 und Habilitation 2012 an der Universität Jena; Professorin an der Universität Gießen seit 2013; Arbeitsschwerpunkte: Jugendforschung, außerschulische Bildung und Kooperation von Jugendhilfe und Schule, Familienbilder von Pädagog/inn/en, qualitative Sozialisations- und Bildungsforschung

Vor dem Hintergrund vielfältiger Veränderungen der institutionellen Bedingungen von Bildung und Erziehung und damit zusammenhängend auch von professionellen Anforderungen möchte ich mich im Vorstand der DGfE zum einen engagieren, um sozialpädagogische, kindheits- und jugendtheoretische Perspektiven in die thematischen Schwerpunktsetzungen der Arbeit der DGfE in den kommenden Jahren einzubringen. Dies betrifft neben der Beförderung sektionsübergreifender Dialoge und der gemeinsamen Arbeit an Querschnittsthemen wie z.B. „Inklusion“ oder „Migration und Flucht“ auch fachpolitische Diskussionen, wie z.B. die zur Einmündung von Absolvent/inn/en universitärer erziehungswissenschaftlicher Studiengänge in die Handlungsfelder der Jugendhilfe. Neben der Aufgabe der Nachwuchsförderung zielt mein Engagement zum anderen auf die weitere Beförderung einer Selbstvergewisserung der Erziehungswissenschaft als forschender Disziplin: Themen wie der Stellenwert von Theorie und Empirie in der Erziehungswissenschaft, das Verhältnis von quantitativer und qualitativer Forschung, die forschungsmethodische Pluralität unseres Faches oder die Archivierung und Sekundärnutzung von (qualitativen) Forschungsdaten sind hier Schwerpunkte, zu denen ich einen systematischen Austausch in der DGfE gern vorantreiben möchte, nicht zuletzt, um so auch zur Stärkung der Sichtbarkeit der Erziehungswissenschaft im Feld interdisziplinärer Bildungs-, Sozialisations- und Erziehungsforschung beizutragen.