Rückblick

2018

Jahrestagung der Kommission vom 05. bis 07. September 2018 in Marburg zum Thema "Fachliche Bildung und Professionalisierung von Lehrerinnen und Lehrer"

Vom 05. bis 07. September 2018 traf sich die Kommission „Professionsforschung und Lehrerbildung“ zu ihrer diesjährigen Jahrestagung unter dem Titel Fachliche Bildung und Professionalisierung von Lehrerinnen und Lehrern in Marburg. Die rund 120 Teilnehmenden aus der erziehungswissenschaftlichen Professions- und Schulforschung sowie aus verschiedenen Fachdidaktiken diskutierten anderthalb Tage über die Frage, wie sich die Tatsache, dass Lehrpersonen es je nach Fach mit ganz unterschiedlich strukturierten und organisational überformten Inhalten zu tun haben, auf ihr berufliches Handeln, ihre Professionalisierung und Professionalität auswirkt. Die Diskussionen fokussierten vier Ebenen: (1) die Ebene der epistemologischen Spezifika der einzelnen Fächer, (2) der berufsbiographischen und habituellen Implikationen von Fachlichkeit, (3) der institutionell-organisatorischen Erscheinungsformen sowohl der Schulfächer als auch der universitären Fachwissenschaften sowie (4) der Organisation der Lehrerbildung im Hinblick auf das Verhältnis von Fachlichkeit und Professionalisierung.
Wie schon im vergangenen Jahr in Solothurn bot die Tagung einer Reihe von Wissenschaftler/innen in den Qualifizierungsphasen die Gelegenheit, ihre Forschungsarbeiten vor einem interessierten Kollegenkreis im Plenum vorzustellen und zu diskutieren. Zwei Workshops zum Habitus und zu den beruflichen Anforderungen von Lehrpersonen bildeten für diese Zielgruppe den Auftakt der Tagung. Ein Gesellschaftsabend mit Tanz im Kulturzentrum Marburg (KFZ) bot Gelegenheit, bestehende und neu entstandene kollegiale Kontakte außerhalb des offiziellen Programms in anregender Weise zu vertiefen.
Uwe Hericks, Wolfgang Meseth, Anna Rauschenberg
Programmübersicht (PDF)

2017

Jahrestagung der Kommission vom 06. bis 08. September 2017 an der Pädagogischen Hochschule FHNW (Schweiz) zum Thema "Institutionelle Praktiken und Orientierungen in der Lehrer*innenbildung – Potenziale und Grenzen der Professionalisierung von (angehenden) Lehrpersonen"

Die Jahrestagung widmete sich der Frage, wie Professionalisierungsprozesse bzw. das diesen Anspruch vertretende Programm institutionell realisiert werden. Sie nahm den Ausgangspunkt bei der Feststellung, dass weitgehend unklar ist, was  tatsächlich in Lehrveranstaltungen, Praktika und Praxissemestern, Forschungs- und Portfoliowerkstätten, Fach- und Kern-Seminaren der zweiten Phase, Begleitangeboten im Berufseinstieg oder in Weiterbildungsveranstaltungen passiert. Ebenso unklar schien bisher, welchen Einfluss diese institutionellen Rahmungen auf die Orientierungen der Personen haben, die mit ihnen konfrontiert sind.
Bei der Tagung ging es um eine kulturtheoretische bzw. praxeologische Perspektive auf die Lehrer*innenbildung und Prozesse der Professionalisierung, bei denen einerseits Fragen nach dem Habitus von Lehrpersonen und ihren Lehrerbildner*innen in den Blick kamen, ihre Orientierungen, Wahrnehmungs- und Handlungsschemata. Andererseits wurde auf Strukturbildungen der Praxis in Lehrerbildungsinstitutionen – auf die dort beobachtbaren Praktiken und ihre eventuellen Wirkungen auf die Professionalisierung – fokussiert. Auch die Orientierungen (Habitus‘) der Studierenden, der Referendare und der Lehrer*innen selbst und die Passungsverhältnisse, die zu den Orientierungen und Praktiken der Ausbildungsformate mit jeweils eigenen Potenzialen oder Erschwernissen für Professionalisierungsprozesse entstehen waren Gegenstand der Tagung.
Die Praktiken und Habitus‘ in Beziehung zu den institutionellen Bedingungen und Rahmungen zu setzen und der Frage nachzuspüren, welche Potenziale, aber auch welche Grenzen für „Professionalisierungen“ im Kontext der Lehrer*innenbildung gegeben sind, spannte den Rahmen der Tagung auf, zu der in 2018 ein Tagungsband erscheinen wird.
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Workshop der Kommissionen Professionsforschung und Lehrerbildung sowie Schulforschung und Didaktik
"Zum Normativitätsproblem in der schulpädagogischen Forschung"
am 07. Februar 2017, Universität Köln

In der schulpädagogischen Forschung spielen normative Vorstellungen, wie Forschung zu einer ‚guten’ und/oder besseren Schul- und Unterrichtspraxis beitragen kann, häufig eine zentrale Rolle. In der Regel bleiben sowohl die normativen Vorstellungen der Forschenden als auch der schulischen Akteure und/oder Auftrag- bzw. Finanzgeber undiskutiert. Der Workshop zielte darauf, das Verhältnis zwischen den normativen Vorstellungen schulpädagogischer Forschungsansätze, wie Forschung zum ‚Gelingen’ von Unterricht und Schule beitragen kann, und den normativen Erwartungen schulischer bzw. bildungspolitischer Akteure, wie die Forschung zum Gelingen beitragen soll, zu reflektieren.
Mit dem Workshop wurde zudem ein neues eintägiges Format erprobt, das sich nach Eindrücken der Teilnehmenden durchaus bewährt hat.
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2016

Jahrestagung der Kommission für Professionsforschung und Lehrerbildung vom 7. bis 9. September 2016, Universität Duisburg-Essen, zum Thema "Erziehungswissenschaft und Lehrerbildung im Widerstreit"

Disziplinär hat die Erziehungswissenschaft in der universitären Lehre einerseits einen Abbau ihrer Direktstudiengänge, andererseits einen Ausbau ihrer Präsenz in der Lehrer*innenbildung erfahren. In der Lehrer*innenbildung ist die Erziehungswissenschaft als bildungswissenschaftlicher Teilbereich verankert. Welchen Einfluss haben diese Entwicklungen auf das Selbstverständnis der Disziplin? Auf diese Frage bezogen, dynamisieren sich professions-theoretische, schulpädagogische und bildungspolitische Kontroversen, wie sich die Erziehungswissenschaft in der Lehrer*innenbildung zu bewähren hat. Was lässt sich in dieser Gemengelage als erziehungswissenschaftlicher Kern der Lehrer*innenbildung markieren? Zur Tagung sind Erziehungswissenschaftler*innen eingeladen, die sowohl an einer analytischen Schärfung des Widerstreits als auch an einer konzeptionellen Diskussion der Bedingungen und Modalitäten zur Gestaltung des Verhältnisses von Erziehungswissenschaft und Lehrer*innenbildung interessiert sind.
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2014

Jahrestagung der Kommission Professionsforschung und Lehrerbildung vom 18. bis 19. September 2014 an der Universität Bremen zum Thema "Professionsentwicklung und Schulstrukturreform. Zwischen Gymnasium
und neuen Schulformen in der Sekundarstufe
"
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2013

Jahrestagung der Kommission Professionsforschung und Lehrerbildung vom 4. bis 6. September 2013 an der
Goethe-Universität Frankfurt am Main zum Thema "Was wissen wir über Unterricht? Eine Bestandsaufnahme
der empirischen Unterrichtsforschung
"
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2012

Jahrestagung der Kommission Professionsforschung und Lehrerbildung vom 21. bis 22. September 2012
an der Technischen Universität Dresden zum Thema "Formation und Transformation der Lehrerbildung – Entwicklungstrends und Forschungsbefunde"
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