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Vorstandswahl 2026

Im Anschluss an die Mitgliederversammlung 2026, die am 24. März 2026 stattfinden wird, erfolgt die Vorstandswahl für die Amtsperiode 2026 bis 2028. Besetzt werden müssen drei Plätze im Vorstand und das Amt der:des Vorsitzenden.
Vorstandsmitglieder werden für vier Jahre gewählt und die:der Vorsitzende für eine Amtsperiode (zwei Jahre). Die Amtszeit von Elke Kleinau und Christine Wiezorek endet regulär 2026. Anja Hackbarth gibt nach zwei Jahren Amtszeit ihr Mandat ab. Die Amtszeit von Sandra Hofhues, Thorsten Fuchs und Bernhard Schmidt-Hertha dauert regulär zwei weitere Jahre. Der Vorsitzende Michael Schemmann wird erneut kandidieren.

Informationen zur Wahl

  • Kandidat:innen können der Geschäftsstelle bis zum 24.03.2026 genannt werden.
  • Die Nominierungsfrist endet mit der Mitgliederversammlung am 24.03.2026, da sich dort satzungsgemäß alle Kandidat:innen vorstellen.
  • Wahlzeitraum: 13.04.2026 bis 03.05.2026
  • Stimmberechtigt sind satzungsgemäß alle DGfE-Mitglieder sowie Fördermitglieder, die 60 Tage vor der Wahl registriert sind.
  • Mitglieder, von denen eine funktionierende Mailadresse vorliegt, stimmen per Onlinewahl ab. Die übrigen geben ihre Stimme per Briefwahl ab. Wer darüber hinaus trotz funktionierender Mailadresse per Briefwahl abstimmen will, gibt bitte bis 01.03.2026 Susan Derdula-Makowski unter buero@dgfe.de Bescheid.
  • Die Mitglieder, die per Onlinewahl abstimmen, erhalten personalisierte, anonyme Zugangsdaten. Die Mitglieder, die per Briefwahl abstimmen, erhalten die Unterlagen per Post.
  • Die Wahl der:des Vorsitzenden und die Wahl des Vorstands erfolgen getrennt voneinander. Jedes Mitglied hat eine Stimme für die Wahl der:des Vorsitzenden und 3 Stimmen für die Wahl des Vorstands. Stimmen können nicht kumuliert werden.
  • Die Auszählung der Briefwahlstimmen wird in Anwesenheit des Wahlausschusses am 12. Mai 2026 stattfinden. 
  • Das Ergebnis der Vorstandswahl 2026 wird nach Auszählung der Briefwahlstimmen bekannt gegeben.
  • Mitglieder des Wahlausschusses sind Prof. Dr. Bettina Hünersdorf, Prof. Dr. Friederike Schmidt und Prof. Dr. Inga Truschkat. 
  • Bitte informieren Sie sich hier über die Wahlordnung.
     

Nominierte für die Wahl der:des Vorsitzenden
 

Prof. Dr. Michael Schemmann

Professor für Erziehungswissenschaft mit dem Schwerpunkt Erwachsenenbildung/Weiterbildung an der Universität zu Köln

Nach der Promotion und Habilitation an der Ruhr-Universität Bochum habe ich von 2008 bis 2013 zunächst die Professur für Weiterbildung an der Justus-Liebig-Universität Gießen innegehabt, bevor ich 2013 an die Universität zu Köln gewechselt bin. Ich forsche u.a. zu Organisationen und Struktur der Weiterbildung, zu Alphabetisierung und Grundbildung sowie zu Steuerung und Governance der Weiterbildung.

Die DGfE hat sich in den letzten beiden Jahren mit einer Stellungnahme, einer Medienaktion sowie der Herbsttagung 2025 dem Thema Wissenschaftsfreiheit gewidmet und sich eindeutig positioniert. Mit meiner Kandidatur verbinde ich das Ziel, unsere Fachgesellschaft weiterhin gegen die mögliche Bedrohung und Einschränkung von Wissenschaftsfreiheit aufzustellen und mich mit der Fachgesellschaft gemeinsam für Wissenschaftsfreiheit einzusetzen.
In den letzten beiden Jahren ist es zudem gelungen, die DGfE in einen engeren Austausch sowohl mit anderen nationalen Fachgesellschaften als auch mit den österreichischen und schweizerischen Schwestergesellschaften zu bringen. Mit meiner Kandidatur verbinde ich das Ziel, die Kooperationsstrukturen mit anderen nationalen Fachgesellschaften und den Schwestergesellschaften zu intensivieren, um auf diese Weise auch mehr Schlagkraft bei der Vertretung unserer Interessen zu entfalten.
Darüber hinaus möchte ich die überaus erfolgreiche Vorstandsarbeit mit verschiedensten Projekten weiterführen, um so auch Kontinuität zu gewährleisten. Dazu zählt auch die Entwicklung einer Social Media-Strategie sowie einer Strategie zur Erhöhung der Sichtbarkeit unserer Leistungen.
Ferner möchte ich auch weiterhin den Austausch zwischen den Sektionen und Kommissionen unterstützen und befördern. Schließlich ist es mir ein Anliegen, dass sich unsere Fachgesellschaft so entwickelt, dass sie allen Mitgliedern in den unterschiedlichen Karrierephasen gerecht wird.

 

Nominierte für die Wahl von drei Vorstandsmitgliedern

(in alphabetischer Reihenfolge)
 

Prof. Dr. Mischa Engelbracht

Professor für Sozialpädagogik und ihre Didaktik am Institut für Erziehungswissenschaft der Bergischen Universität Wuppertal.

Studiert an den Universitäten Kassel und Münster, promoviert an der Technischen Universität Dresden haben mich meine beruflichen Stationen von Münster über Dresden und Erfurt an die Bergische Universität Wuppertal geführt. In meiner Forschung beschäftige ich mich mit Fragen der sozial- und elementarpädagogischen Didaktik, der beruflichen Bildung, strukturellen Fragen zu Qualifikationsangeboten und -orten sowie dem professionellen pädagogischen Handeln.

Innerhalb der DGfE habe ich mich bislang in der Erarbeitung unterschiedlicher Stellungnahmen und Positionspapiere eingebracht, exemplarisch bei der Stellungnahme zum Entwurf eines Gesetzes zur Berufsanerkennung in Schleswig-Holstein, der Stellungnahme für eine wissenschaftliche Lehrer:innenbildung, einer Eingabe an die JFMK, einer Stellungnahme zum KJSG sowie zu Beschäftigungsverhältnissen und Qualifikationsbedingungen. In den Amtsperioden 2018-2021 und 2021-2023 war ich Mitglied im Vorstand der Kommission Sozialpädagogik und bis zu meiner Berufung in Wuppertal im Netzwerk JuWiSozA aktiv.

Vor dem Hintergrund der aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen sehe ich auch die Erziehungswissenschaft als Disziplin herausgefordert, auf Wissenschaftsfeindlichkeit, Demokratiefeindlichkeit zu reagieren sowie den Wandel der Institution Hochschule kritisch zu begleiten. Analog zu anderen gesellschaftlichen Institutionen wie der Schule oder der Universität ist die DGfE als wissenschaftliche Fachgesellschaft gefordert, resiliente Strukturen zu entwickeln. Im Vorstand möchte ich Themen wie die Frage der fachlichen Anerkennung von Studiengängen (weiter)begleiten sowie mich dafür einsetzen, dass sich die DGfE weiterhin mit der Aufarbeitung von sexualisierter Gewalt im Kontext von erziehungswissenschaftlichen Institutionen befasst. Zudem ist es mir ein Anliegen, die Sichtbarkeit der DGfE zu erhöhen, um etwa bei Gesetzgebungsverfahren im Kontext von Verbandsbeteiligungen mitangehört zu werden. In der DGfE möchte ich mich für transparente Prozesse, eine lebendige Debattenkultur und eine gelebte Einbindung der Sektionen, etwa im Rat der Sektionen, engagieren.

 

Prof. Dr. Matthias Proske

Universität zu Köln, Humanwissenschaftliche Fakultät, Department Erziehungs- und Sozialwissenschaften

Studium der Erziehungswissenschaften, Philosophie und Kath. Theologie in Frankfurt/M. und San Salvador; seit 2009 Professor für Schulforschung in Köln, 2014-2020 Co-Vorsitzender der Kommission Schulforschung und Didaktik der DGfE; Arbeitsschwerpunkte: Theorie des Unterrichts und der Schule, Persistenz und Wandel von Unterricht und Schule insbesondere im Kontext digitaler Mediatisierung, Professionsforschung und Lehrer:innenbildung

Angesichts der strittig gewordenen Rolle von Wissenschaft im Kontext gegenwärtiger gesellschaftlicher Umbrüche ist es mir wichtig, dass die DGfE ihre Stimme als erziehungswissenschaftliche Fachgesellschaft in bildungs- und wissenschaftspolitischen Debatten hörbar macht: fundiert und differenziert.

Mit der Kandidatur für den Vorstand möchte ich mich deshalb u.a. in den folgenden Handlungsfeldern einbringen:

  1. Zur Frage, wie sich die Erziehungswissenschaft im (bildungspolitisch regulierten) Feld der (universitären) Lehrkräftebildung und im engeren interdisziplinären Zusammenhang des Konstrukts Bildungswissenschaften verortet, sucht die DGfE mit dem Kerncurriculum Erziehungswissenschaft für die Lehrer:innenbildung eine Positionierung. Wichtig scheint mir, dass das KCE_L den Beitrag der EW im Lehramtsstudium kontextspezifisch ausweist und die involvierten Kolleg:innen in den hochschulpolitischen und universitären Aushandlungszusammenhängen stärkt.
  2. Um gesellschaftliches Vertrauen in die (Erziehungs-)Wissenschaft zu erhalten bzw. zurückzugewinnen, halte ich es für notwendig, dass sich die DGfE an Initiativen beteiligt, die bisherige Verfahren für die Bewertung von wissenschaftlichen Leistungen prüfen und neue Prinzipien entwickeln.
  3. Die DGfE selbst ist in den letzten Jahren nicht nur größer, sondern auch heterogener geworden. Eine vertrauensvolle Zusammenarbeit und Kommunikation zwischen Mitgliedern, Arbeitsgruppen, Sektionen und Vorstand ist für die Konsensbildung nach innen sowie die kompetente Vertretung in öffentlichen Debatten und in der Politikberatung wichtig.

 

Prof. Dr. Christian Reintjes

Universität Osnabrück, Institut für Erziehungswissenschaft, Abteilung Schulpädagogik

Professor an der PH Nordwestschweiz (2013-2017) und seit 2018 an der Universität Osnabrück (W3 Professur für Schulpädagogik mit dem Schwerpunkt empirische Schul- und Unterrichtsforschung); Arbeitsschwerpunkte: empirische Schul- und Unterrichtsforschung, Professionalisierung pädagogischer Akteur:innen, Teilhabe und Bildungsgerechtigkeit, Demokratiebildung, Digitalisierung, Governance in der Lehrer:innenbildung sowie Bildungsberichterstattung; Langjährige Erfahrung in Hochschulleitung, Fachgesellschaftsarbeit und Politikberatung

Ich kandidiere für den Vorstand der DGfE, um die Fachgesellschaft in einer Phase tiefgreifender bildungsbezogener und gesellschaftlicher Transformation aktiv mitzugestalten. Ein zentrales Anliegen ist mir die Stärkung einer empirisch fundierten Erziehungswissenschaft, die theoretische und methodische Pluralität nicht nur anerkennt, sondern produktiv nutzt.
Inhaltlich möchte ich insbesondere Themen der Professionalisierung pädagogischer Akteur:innen sowie der Governance in der Lehrer:innenbildung weiter profilieren und in den Dialog der Sektionen einbringen.
Angesichts aktueller gesellschaftlicher Herausforderungen sehe ich zudem die Civic Education sowie Teilhabe und Bildungsgerechtigkeit als zentrale Felder, in denen sich erziehungswissenschaftliche Forschung, Transfer und wissenschaftspolitische Positionierung eng verschränken müssen.
Im Vorstand möchte ich den Austausch zwischen Sektionen, Kommissionen und Vorstand stärken, Nachwuchsförderung über alle Qualifikationsphasen hinweg verlässlich unterstützen und die DGfE als sichtbare, wissenschaftlich fundierte Stimme in bildungs- und wissenschaftspolitischen Debatten positionieren. Vorstandsarbeit verstehe ich dabei als transparent, kollegial und partizipativ – mit dem Ziel, die Vielfalt der Disziplin zu bündeln und nach außen wirksam zu vertreten.

 

Prof. Dr. Mandy Singer-Brodowski

Professur für Bildung für nachhaltige Entwicklung, Institut für Bildungswissenschaft der Fakultät Humanwissenschaften, Universität Regensburg

Studium der Erziehungswissenschaft und Sonder- und Integrationspädagogik, Promotion an der Leuphana Universität Lüneburg, wissenschaftliche Stationen am Wuppertal Institut für Klima, Umwelt und Energie, der Bergischen Universität Wuppertal und der Freien Universität Berlin; Gastprofessuren in Klagenfurt und Berlin;
2021-2024 Vorsitzende der SIIVE (DGfE-Sektion Interkulturelle und International Vergleichende Erziehungswissenschaft)

Über meine Auseinandersetzung mit Nachhaltigkeitsfragen in der Wissenschaft bin ich zu einer übergreifenden Reflexion der Rolle und Verantwortung unserer Disziplin im Hinblick auf allgemeine gesellschaftliche Herausforderungen gekommen. Mit meiner Kandidatur für den Vorstand der DGfE möchte ich dazu beitragen, die Perspektiven und Erkenntnisse der Erziehungswissenschaft für die Analyse und Gestaltung gesellschaftlicher Veränderungen in der öffentlichen und (bildungs-)politischen Debatte sichtbar zu machen - insbesondere in Zeiten, in denen wissenschaftsskeptische Stimmen stärker werden. Ich möchte Impulse dafür setzen, dass die (Erziehungs-)Wissenschaft einerseits stärker den gesellschaftlichen Dialog sucht (etwa durch transdisziplinäre Forschung, Wissenschaftskommunikation) und andererseits innerwissenschaftliche Diskursräume bewahrt und ausbaut. Dazu möchte ich im Vorstand auch die Zusammenarbeit mit anderen Fachgesellschaften stärken und von deren Strategien und Formaten lernen.

Ich habe über meine Forschungsprojekte, etwa zum Monitoring von Bildung für nachhaltige Entwicklung, in den letzten Jahren ein fundiertes Verständnis für unterschiedliche Bildungsbereiche und pädagogische Handlungsfelder entwickelt – von der Frühpädagogik bis zur beruflichen Bildung und Erwachsenenbildung. Daher freue ich mich auf den Austausch mit den unterschiedlichen Kommissionen und Sektionen. Nicht zuletzt ist es mir auch als akademisch relativ junge Professorin ein besonderes Anliegen die Wissenschaftler:innen in Qualifizierungsphasen innerhalb der DGfE zu stärken.