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Werkstatt Forschungsmethoden

Bericht zur 18. Werkstatt ›Forschungsmethoden in der Erwachsenenbildungswissenschaft‹ (9.-11. Juni 2021, online)

Intensive Debatten um Inhalte und Methoden in Qualifizierungsarbeiten einerseits sowie informelle Vernetzung von Forschenden andererseits, so könnte die 18. Werkstatt Forschungsmethoden 2021 in der Erwachsenenbildungswissenschaft pointiert zusammengefasst werden. An drei Tagen trafen sich bis zu 57 Personen verschiedener Qualifizierungsphasen in digitaler Umgebung, um gemeinsam über aktuelle Forschungsherausforderungen und unterschiedliche methodische Zugänge im Themenspektrum  der Erwachsenenbildung/Weiterbildung zu diskutieren.

In vier Methodenwerkstätten bestand die Gelegenheit, sich mit qualitativen und quantitativen Methoden vertraut zu machen. Neben qualitativen Zugängen der Erwachsenenbildungsforschung (Programmforschung, ethnografische Kursforschung und Biografieforschung) bestand auch die Möglichkeit, sich anhand der LEO-Studie 2018 mit den Prinzipien der Sekundäranalysen von Kompetenzstudien zu beschäftigen. Den traditionellen Schwerpunkt der Werkstatt bildeten elf Projektwerkstätten, die im Stil klassischer Forschungswerkstätten durchgeführt wurden. Hier profitierten nicht nur die Personen, die eigenes Forschungsmaterial bereitstellten, von der Diskussion auf Augenhöhe, sondern auch die Teilnehmenden, die sich mit ihren bisherigen Erfahrungen in den jeweiligen Sitzungen einbrachten. Im gemeinsamen Austausch wurden Denkanstöße für die weitere Arbeit an der eigenen Forschung zu entwickeln. Diese konnten auch jenseits der Projektwerkstätten vertieft werden, was bspw. im Rahmen einer durchgängig verfügbaren Townhall und zweier informeller Abende möglich war. Letztere dienten vor allem dem Austausch und Ausbau des eigenen Netzwerks. Hier eröffneten sich nicht nur neue interessante Perspektiven auf das Geschehen des jeweiligen Tages, sondern auch zusätzliche überfachliche Diskussionen.

Darüber hinaus wurden im neu konzipierten Peer-Beratungs-Format übergreifende forschungspragmatische Fragestellungen diskutiert, die von konkreten Herausforderungen im Schreibprozess bis hin zu Fragen der Veröffentlichung der eigenen Qualifizierungsarbeit ein breites Interessenspektrum der Teilnehmenden aufgegriffen.

Insgesamt erwies sich auch die 18. Auflage der Werkstatt Forschungsmethoden in der Erwachsenenbildungswissenschaft, die von der Sektion Erwachsenenbildung der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft und dem Deutschen Institut für Erwachsenenbildung – Leibniz-Zentrum für Lebenslanges Lernen unterstützt wurde, als ein wichtiger Ort der Professionalisierung von Forschenden in Qualifizierungsphasen. Er eröffnete Möglichkeiten, um sowohl den Wissens- und Kompetenzausbau als auch die interessengeleitete Vernetzung der Forschenden zu unterstützen.

Kontakt

Kontakt zum Organisationsteam der Werkstatt Forschungsmethoden:

eb-forschungswerkstattErziehung@listserv.dfnwissenschaft.de