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Die Kommission "Psychoanalytische Pädagogik"
in der DGfE

Willkommen im Heimathafen des psychoanalytischen Denkens in der Pädagogik!

Die Kommission Psychoanalytische Pädagogik bildet eine Plattform für den disziplinären und interdisziplinären Austausch zu psychoanalytischer Theoriebildung und Forschung in der Erziehungswissenschaft. Sie widmet sich der Weiterentwicklung der Disziplin und befördert den Austausch zu angrenzenden Disziplinen. Auf der Ebene der Profession befasst sie sich mit dem Wert psychoanalytischer Betrachtungen für die Professionalisierung in zahlreichen pädagogischen und pädagogisch-therapeutischen Feldern und Institutionen — so zum Beispiel auch im Sinne einer Professionalisierung durch psychoanalytische Fallreflexion. 

Die Mitglieder der Kommission Psychoanalytische Pädagogik kommen aus dem gesamten deutschsprachigen Raum (Deutschland, Österreich, Schweiz, Luxemburg) und sind auch bezüglich ihrer disziplinären Verortung sehr divers: Zumeist stammen sie aus den Kontexten der Allgemeinen Erziehungswissenschaft, der Sonderpädagogik, der Sozialpädagogik oder der Pädagogik der frühen Kindheit; aber auch in anderen Feldern hat sich die Beschäftigung mit Psychoanalytischer Pädagogik als fruchtbar und anschlussfähig erwiesen. 

 

FREIE ASSOZIATION – ZWISCHEN DISZIPLINEN, ZWISCHEN PROFESSIONEN, ZWISCHEN PSYCHOANALYTISCHEN SCHULEN

Die Kommission Psychoanalytische Pädagogik versteht sich daher primär als ein Ort des interdisziplinären Austauschs, der zu multiplen, gerne auch kreativen und fürwahr freien Assoziationen einladen will. Wir freuen uns über jeden Ort auf der Landkarte der Universitäten und Fachhochschulen, an dem die Liebe zur Psychoanalyse weitergetragen, lebendig gehalten, (wieder) entdeckt oder eben ganz neu entfacht wird.  

Die Kommission freut sich zudem, dass in ihr fast alle zeitgenössischen Strömungen der Psychoanalyse vertreten sind: Freilich ist keine unserer Tagungen Freud-los. Aber auch aktuelle Entwicklungen und Diskurse wie zum Beispiel Diskussionen zu Mentalisierung, zur tiefenhermeneutischen Methodik in empirischen Forschungsprojekten, zu lacanschen Betrachtungen des heutigen Unbehagens in der Kultur oder zum Geschlechterverhältnis finden hier ihren Platz. 

Der präferierte Modus der Psychoanalytischen Pädagogik ist seit Anbeginn jener der Konjunktion: Psychoanalyse und Erziehungstheorie. Psychoanalyse und Heimerziehung. Psychoanalyse und Kinderarmut. In jedem Fall: Psychoanalyse und Pädagogik. Dieser Tradition bleiben wir treu und assoziieren munter und frei weiter: Neben der Tradition der Psychoanalytischen Pädagogik im engeren Sinne des Wortes freuen wir uns daher stets über neue Assoziationen der Form ‚Psychoanalyse und ...‘ 

 

LETZTE NACHT HABEN WIR GETRÄUMT, WIR WÄREN EINE GEMÜTLICHE COUCH, DIE PÄDAGOG*INNEN ...

... ZUM NACHDENKEN ÜBER SATZABBRÜCHE EINLÄDT.

Die wichtigste Plattform für das Kultivieren dieses stets offen bleibenden Diskurses bilden die Herbsttagungen der Kommission, die Mitglieder der Kommission jährlich an wechselnden Universitäts- und Hochschulstandorten zu einem Schwerpunktthema organisieren. Bei diesen sind dezidiert auch Psychoanalyse-Neugierige eingeladen, sich zu beteiligen.

Die Schriftenreihe der Kommission erscheint im Barbara-Budrich-Verlag. Bei Interesse an einem Abonnement oder aber an einer Publikation in der Schriftenreihe, schreiben Sie uns einfach eine Mail an: bernhard.rauh@ur.de

Die Kommission Psychoanalytische Pädagogik verleiht zudem jährlich auf der Jahrestagung der Kommission den Siegfried-Bernfeld-Preis für herausragende Arbeiten junger Wissenschaftler*innen zu ‚Psychoanalyse und ...‘. Dieses Jahr gratulieren wir Julia Reischl zu Ihrer exzellenten Arbeit ‚Zur Doppelbödigkeit des Unterrichts als Bühne. Eine rekonstruktive Fallanalyse zur Untersuchung der Interaktionsordnung des Unterrichts’. Wir freuen uns über Nominationen für 2021 (per Mail an: kathrin.trunkenpolz @univie.ac.at). 

Aufgrund der großen Zahl an Psychoanalyse-Interessierten, die formal anderen DGfE-Sektionen zugeordnet sind, führt die Kommission Psychoanalytische Pädagogik zwei Emailverteiler: einen für die Kommissionsmitglieder im engeren Sinne und einen für ‚Freunde des Hauses’. Wenn Sie den Newsletter über aktuelle Veranstaltungen und Publikationen zu Psychoanalyse und Pädagogik erhalten möchten, schreiben Sie einfach eine Mail an: mai-anh.boger@uni-bielefeld.de