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Kommission Wissenschaftsforschung

Neuerscheinung ||| Band 47 | 2020 | Strukturwandel in der Erziehungswissenschaft. Theoretische Perspektiven und Befunde

Ulrich Binder & Wolfgang Meseth (Hrsg.)

Dass alles sich wandelt, immer und unaufhaltsam, ist zeittheoretisch ebenso trivial wie unstrittig. Wie sich dagegen Wandel empirisch erforschen und als ein bestimmter – z.B. als Strukturwandel – identifizieren lässt, ist eine voraussetzungsvolle sozialwissenschaftliche Frage.


Vor ihr steht auch die erziehungswissenschaftliche Wissenschaftsforschung, wenn sie den epistemologischen und methodologischen Status, aber auch die organisatorischen Rahmenbedingungen erziehungswissenschaftlicher Wissensproduktion nicht nur empirisch erschließen, sondern auch als eine bestimmte Veränderung in der Zeit ausweisen möchte.

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Virtuelles Tagungsprogramm ||| CfP 2020

Liebe Kolleg*innen, Liebe Interessent*innen,

In diesem Jahr müssen wir auf die (meisten) gewohnten Kongress-, Tagungs- und Kolloquiumsformate verzichten. Es mehren sich Publikationsformate und -angebote, die geplante Tagungsbeiträge ‚auffangen‘ und sichtbar machen sollen – die sozialen Elemente des wissenschaftlichen Austauschs können auf diesem Weg aber nur bedingt erhalten werden.

Wir möchten deshalb ein Online-Format anbieten, das Live-Kontakte und synchrone Kommunikation ermöglicht. Es kann dabei nicht darum gehen, unsere ‚normalen‘ Tagungen zu ersetzen, und nicht jede*r befindet sich gerade in einer Situation, in der zusätzliche Termine freudig begrüßt werden – es gibt aber auch Vorteile: Sie müssen sich nicht über mehrere Tage in einer potenziell weit entfernten Stadt ‚ausklinken‘, sondern können vergleichsweise niedrigschwellig und ressourcenschonend am Miteinander der Kommission teilhaben.

Zur Idee: Geplant sind regelmäßige Beitragsforen über „Zoom“ bzw. „BigBlueButton“; Sie können sich als Einzelbeitrag bewerben (und werden dann von den Organisator*innen möglichst sinnvoll platziert) oder als Arbeitsgruppe bewerben (z.B. als Standort oder Kollegium, der/das ein Thema intensiv bearbeitet). Ein Tagungsthema im engeren Sinne gibt es nicht – wichtig ist lediglich, dass Sie sich im Themenspektrum der Wissenschaftsforschung in der Erziehungswissenschaft platzieren.

Moderation und Online-Umgebung stellen wir zur Verfügung. Interessierte Teilnehmer*innen melden sich im Vorfeld des Panels zentral bei uns an (eine entsprechende Abfrage richten wir ein), Sie sprechen also nicht blind ‚ins Internet‘ sondern in eine passwortgeschützte, geschlossene Teilnehmer*innengruppe. Über Details können wir uns gerne verständigen. Kolleg*innen, die bei der Nutzung der angedachten Tools gerne Unterstützung hätten, bieten wir durch unsere Hilfskräfte kundig betreute Vorab-Termine an, um sich zurecht zu finden.

Beispielhaft illustriert sähe das Ganze dann z.B. so aus:

Montag, 57. September, 16:00-18:30 Uhr:
Innovative Theorie- und Methodenformate der Wissenschaftsforschung
Moderation: Dr. XY
Prof. Dr. Z: Ethnographische Perspektiven auf Wissenschaft
ABC, M.A.: Netzwerk-Theorien: Chancen und Grenzen

Mittwoch, 89. Oktober, 16:00-18:30 Uhr:
Hegemonien im Wissenschaftssystem
Moderation: Prof. Dr. ABC
XY, M.A.: Soziale Mechanismen des In- und Ausschlusses
Dr. Z: Zur Deutungsmacht von Paradigmen

Die Einzelbeiträge sollten eine Vortragszeit von 20 Minuten nicht überschreiten, insgesamt sollten die Panels nicht länger als 2,5h dauern.
Wir werten dieses Online-Format als ‚tagungsäquivalent‘ und werden es auf allen uns zur Verfügung stehenden Kanälen entsprechend bewerben.
Wir würden uns freuen, wenn wir Ihr Interesse geweckt hätten!
Beitragsvorschläge theoretischer, empirischer und/oder historischer Natur können bis zum 22. Juni in üblicher Form bei wissenschaftsforschung[aett]dgfe.de eingereicht werden. Die Beiträge werden in einem peer-review-Verfahren begutachtet, eine Rückmeldung erhalten Sie Mitte Juli.

Hier finden Sie den Call for Papers als Download.
Bei Fragen: Wenden Sie sich gerne an Katharina Vogel: wissenschaftsforschung[aett]dgfe.de!

Mit vielen Grüßen aus Marburg, Kiel, Hamburg, Erfurt und Tübingen,
Wolfgang Meseth | Katharina Vogel | Susann Hofbauer | Manfred Lüders | Felix Schreiber

Absage: Herbsttagung 2020

Leider wird die diesjährige Herbsttagung der Kommission Wissenschaftsforschung aufgrund der ‚aktuellen Situation‘ nicht stattfinden können: weder ist eine Tagung unter den gegebenen Bedingungen verlässlich planbar, noch scheint es uns vernünftig, inmitten von erwartbaren Infektionswellen eine Großveranstaltung zu organisieren. Betrüblich ist diese Absage nicht nur für uns, sondern insbesondere für unsere Beinahe-Gastgeberin Susann Hofbauer sowie die betroffenen Referent*innen, denen wir ausdrücklich für alle Mühen danken möchten.

Die nächste Kommissionstagung findet regulär somit im Herbst 2021 statt; damit Sie sich bis dahin nicht entwöhnen, möchten wir Sie herzlich zu unserer virtuellen alternativ-Tagungsidee einladen, die Sie hier als Call for Papers finden. Wir fänden es großartig, wenn Sie sich beteiligen würden.

Mit vielen Grüßen,
Katharina Vogel & Wolfgang Meseth
gemeinsam mit Susann Hofbauer, Manfred Lüders und Felix Schreiber