Logo Deutsche Gesellschaft für Erziehungswissenschaft
  • DE |
  • EN

Tagungen

Tagung der Kommission Wissenschaftsforschung 2021 | 6

05.02.2021, 10:15 Uhr

Methodologie(n) & Methode(n) der Wissens- und Wissenschaftsforschung in der Erziehungswissenschaft

Felix Schreiber & Colin Cramer, Universität Tübingen: Conceptual Systematic Review. Ein Methodenvorschlag am Beispiel der Bildungswissenschaften
Verena Weimer & Dirk Tunger, DIPF & TH Köln: Indikator Download Count in der szientometrischen Messung von Erziehungswissenschaft
Christiana Bers Universität Göttingen: Wissenschaftliche Prozesse in der Erziehungswissenschaft. Wissensprozesse sichtbar machen, jenseits von Apparaten und Messinstrumenten

Tagung der Kommission Wissenschaftsforschung 2021 | 5

29.01.2021, 10:15 Uhr

„Das geht zu weit!“ - Zum Verhältnis von institutionalisierter Erziehungswissenschaft und pädagogischer „Radikalität“
Im Kolloquium sollen verschiedene, ihrer Außenwahrnehmung und/oder Selbstzuschreibung nach „radikale“ pädagogische Ideen und Bewegungen analysiert und diskutiert werden: die Tradition der anarchistischen Pädagogik, die Bewegung der Demokratischen Schulen sowie die Forderung nach einer grundsätzlichen Abschaffung der Institution Schule. Im Mittelpunkt der Auseinandersetzung wird dabei die historiographische wie systematische Verortung dieser Ideen und Bewegungen im Feld der institutionalisierten Erziehungswissenschaft stehen – verbunden mit einem Blick auf grundlegende Annahmen der jeweiligen Ideen und Bewegungen: wie Menschenbilder und Vorstellungen von Erziehung, Bildung, Schule, Demokratie, Staat.

Selma Haupt, RWTH Aachen: Das ist doch (un-)möglich!“ Aspekte anarchistischer Pädagogik und ihre erziehungswissenschaftliche Diskussion.
Tobias Leßner, Universität Siegen: Von Anhängern und Skeptikern – Über die „richtige“ Distanz zu Demokratischen Schulen.
Christian Timo Zenke, Universität Bielefeld: Von der „Entschulung der Gesellschaft“ zur „Entschulung der Schule“.

Tagung der Kommission Wissenschaftsforschung 2020 | 4

07.12.2020, 10:15 Uhr

Tamara Diederichs, Universität Koblenz-Landau: Zur Entwicklung der Organisationspädagogik als Teildisziplin der Erziehungswissenschaft
Das exponentielle Wachstum der Wissenschaft, welches vor allem seit dem 19.Jahhunrdert zu einer neuen disziplinären Organisation des Wissenschaftssystems sowie zu einer Aus- und Innendifferenzierung führte, lässt sich ebenfalls in der Erziehungswissenschaft und ihren Teildisziplinen beobachten. Eine neue Entwicklung zeichnet sich seit dem Ende des 20.Jahrhunderts mit der Etablierung einer „Organisationspädagogik“ ab, die sich auch als „organisationspädagogische Wende“ beschreiben lässt. Der Beitrag beleuchtet diese jüngsten Ereignisse und diskutiert ihre Bedeutung für die Erziehungswissenschaft.

Markus Eckl, Universität Passau: Die Disziplin der Sozialen Arbeit. Eine Analyse wissenschaftlicher Kommunikation auf Grundlage ihrer Publikationen
Begreift man wissenschaftliche Publikationen als eine bestimmte Form der wissenschaftlichen Kommunikation, die sich im Sinne Luhmanns als ein durch Sinn sich abgrenzbares System miteinander verbundener Ereignisse charakterisiert, dessen Struktur als Netzwerk beschrieben werden kann, dann lassen sich drei Dimensionen voneinander unterscheiden und hinsichtlich der Publikationen der Sozialen Arbeit analysieren. Auf der Sozialdimension wird die Adressierbarkeit von Personen betont, was in Form von Co-Autorenschaftsnetzwerken untersucht werden kann. Die Sachdimension betont Begriffe und dessen sinnhafte Verknüpfung zu Themenfelder (quantiative Textanalyse - Structural Topic Modeling) und die rekursive Verwendung von Verweise auf andere Texte (Co-Zitationsanalyse). Die Zeit, als dritte Dimension, ist in der hier dargelegten Theoriearchitektur essenziell und wird in jeder der zwei anderen Dimension Berücksichtigung finden.

Maria Kondratjuk, Technische Universität Dresden: Inhärente Transdisziplinarität?!  Grenzarbeit (in) der Erziehungswissenschaft
Grenzbearbeitungen der Erziehungswissenschaft, die über alle Demarkationslinien hinweg erfolgen, betreffen ihre innere Gestalt (Teildisziplinen und Forschungsfelder), wie auch ‚ihr‘ Verhältnis nach außen – so zur Erziehungspraxis, Bildungspolitik, und ihren Nachbardisziplinen. Transdisziplinarität als Forschungsprinzip und Arbeitsform scheint der ausdifferenzierten Erziehungswissenschaft mit hybrider Identität inhärent. Die Strukturen und Konturen der Erziehungswissenschaft als wissenschaftlicher Forschungs- und Ausbildungsdisziplin sollen sozialweltlich und grenztheoretisch in den Blick genommen werden, um ihre permanenten und kontingenten Verhältnisbestimmungen aufzuspüren.

Tagung der Kommission Wissenschaftsforschung 2020 | 3

13.11.2020, 10:15 Uhr

Zu den Arbeits- und Lebenssituationen von Wissenschaftler*innen jenseits unbefristeter Professuren: Erziehungswissenschaft 2.0 zwischen Wettbewerb, Selbstoptimierung und Verwertungslogik.

Friederike Thole, Universität Kassel: Erziehungswissenschaftliche Biographien zwischen Bildungsexpansion, empirischer Wende und Kritischer Universität
Der Vortrag wird zunächst kurz die Rahmung unseres gemeinsamen Projektes skizzieren, dem wir alle drei Beiträge zuordnen und auch einleitend auf den entsprechenden Forschungsstand eingehen. Danach soll dieser Beitrag anhand von Auszügen aus biographischen Interviews einen exemplarischen Einblick geben, wie Wissenschaftsbiographien vor und gerade während des expansiven Ausbaus der Erziehungswissenschaft ab Mitte der 1960er bis in die 80er Jahre verlaufen sind.

Stefanie Leinfellner, Universität Paderborn: Subjektformationen und Selbstoptimierungspotenziale von in der Wissenschaft beschäftigten Elternpaaren
Der Vortrag nimmt das Selbstbild von Wissenschaftler*innen mit Kindern in von Unsicherheit und Prekarisierungstendenzen geprägten Beschäftigungsverhältnissen in den Blick. Bedienen die befragten Elternpaare an den vermehrt wettbewerbsorientierten Universitäten einen neoliberalen Ethos im Sinne eines ‚Sich-selbst-Regierens‘? Oder üben sie Kritik an den Kontextfaktoren, die ihren wissenschaftlichen Karriereverlauf und die Vereinbarkeit von Eltern- und Wissenschaft erschweren?

Julian Sehmer und Stephanie Simon, HAWK Holzminden & Universität Kassel: Optimierung durch Prekarisierung? Aktuelle Deutungsweisen und Thematisierungen von Wissenschaft und Beschäftigung
Wer sind die Wissenschaftler*innen jenseits unbefristeter Professuren? Was motiviert sie und wie verorten sie sich selbst? Um die Frage zu klären, wurde das Projekt WeristJens*? initiiert. Ausgehend von (berufs-)biographischen Perspektiven werden Arbeits- und Lebenssituationen von Jens* in der Erziehungswissenschaft analysiert und mögliche Auswirkungen eines wettbewerbsorientierten Wissenschaftssystems auf die inhaltliche Ausgestaltung der Erziehungswissenschaft diskutiert.

Tagung der Kommission Wissenschaftsforschung 2020 | 2

19.10.2020, 10:15 Uhr

Simone Austermann, Technische Universität Dortmund: Erkenntnisfortschritt der Aufklärungsgelehrten im Lichte unterschiedlicher Kommunikationsstrukturen
Im Fokus des Beitrags stehen Kommunikationsstrukturen in den Anfängen der Disziplin, dabei werden die halböffentlichen fast zufälligen Kommunikationswege (z.B. Briefe, private Treffen) ebenso in den Blick genommen, wie die strukturgebenden (Periodika, Allgemeine Revision). Bei einzelnen Quellen wird der Erkenntnisfortschritt schnell sichtbar, bei anderen erst durch das Verknüpfen unterschiedlicher Quellen.

Daniel Erdmann, Georg-August-Universität Göttingen: Von Referenz-Prominenz und Rezeptions-Differenz: Immanuel Kant in (quasi-)erziehungswissenschaftlichen Lehrbüchern
Betrachtet man disziplinäre Kommunikation anhand der im Diskurs auffindbaren Referenzen, so stellt Immanuel Kant in der Erziehungswissenschaft eine feste Größe dar. Kommunikationscluster, die sich vermeintlich oder tatsächlich historisch auffinden und als ‚pädagogische Kantianer‘ oder ‚kantianische Pädagogen‘ kennzeichnen lassen, erweisen sich bei referenzanalytischer Betrachtung in ihrer Kant-Rezeption differenzierter, als diese Begrifflichkeiten zunächst vermuten lassen.

Sylvia Wehren, Universität Hildesheim: Erziehung und Körper. Eine disziplingeschichtliche und wissenschaftshistorische Verhältnisbestimmung
Der Vortrag stellt in historisch-systematischer Perspektive das disziplinäre Verhältnis von Erziehung und Körper in den Mittelpunkt erziehungswissenschaftlicher Betrachtungen. Zur Frage steht, auf welche Weise die Rede über Erziehung die Kategorie Körper und körperbezogene Themen integriert. Ausgehend von den disziplingeschichtlichen Anfängen im späten 18. Jahrhundert, soll dabei über die aktuellen Entwicklungen der Erziehungswissenschaft in Bezug auf diesen diskursiven Zusammenhang reflektiert werden.

Tagung der Kommission Wissenschaftsforschung 2020 | 1

25.09.2020, 14:15 Uhr

Corona-Krise, „Scientists for Future“ und die Debatte um ein „postfaktisches Zeitalter“: Das Verhältnis von Wissenschaft und Gesellschaft wird aktuell neu bestimmt. Wie positioniert sich die Erziehungswissenschaft in und zu dieser Neustrukturierung?

Am 25. September startet unsere Online-Tagung mit dem Vortragspanel "Außenpolitik der Erziehungswissenschaft". Das Programm des ersten Panels finden Sie hier zum Download.

Frederick de Moll, Markus Riefling & Stefan Zenkel, Universitédu Luxembourg & RS-Institute: Enttäuschter Gestaltungswille? Öffentlichkeit und Politik aus Sicht empirischer Bildungsforscher*innen
Wie sehen Bildungsforscher*innen ihre Rolle in Öffentlichkeit und Politik? Ergebnisse einer Online-Befragung machen deutlich, dass Bildungsforscher*innen durchaus mit ihren Ergebnissen pädagogisch-praktisch gestalten möchten, jedoch seltener „das dicke Brett der Politik“ bohren wollen, sondern sich vielmehr in der Rolle eines Impulsgebers sehen. Die Ergebnisse verdeutlichen, dass einerseits wissenschaftstheoretische und -ethische Überlegungen zu den Aufgaben der Bildungsforschung nötig sind und andererseits der Umgang mit Medien und Politik Eingang in das professionelle Selbstverständnis von Bildungsforscher*innen finden sollte.

Christoph Haker & Lukas Otterspeer, Heinrich-Hertz-Schule Hamburg & Technische Universität Dortmund: Die epistemische Dimension des Rechtspopulismus
Das boundarywork rechtspopulistischer Akteure und Institutionen, die Wissenschaftlichkeit beanspruchen und das Ziel (politischer) Bildung verfolgen, steht im Mittelpunkt unseres Beitrags. Beantwortet werden die Fragen, welche Kontinuitäten zwischen Wissenschaft und Bildung auf der einen Seite und dem Rechtspopulismus auf der anderen Seite bestehen und wie sich trotz dieser Kontinuitäten eine kritische Distanz einnehmen lässt. Vor dem Hintergrund unserer Analyse plädieren wir für eine Außenpolitik, die, will sie wissenschaftliche Objektivität beanspruchen, nur gegen erkenntnistheoretischen Fundamentalismus und nicht mit Fundamentalismus möglich ist.

Markus Riefling, RS-Institute: Diskursive Pädagogik. Zur Außenpolitik der Erziehungswissenschaft
Im vierten Beitrag werden die bisherigen Gedanken in einem Konzept zur Diskursiven Pädagogik aus wissenschaftstheoretischer, verwendungsanalytischer und anwendungspolitischer Perspektive gebündelt. Auf diese Weise wird eine Reflektion über Geltungsanspruch, Verwendungsweisen und Gestaltungspotenzial erziehungswissenschaftlichen Wissens und damit eine Außenpolitik der Erziehungswissenschaft systematisch fundiert.

Herbsttagung 2020

Leider entfällt die diesjährige Herbsttagung der Kommission: "Eine vermessene Disziplin. Forschungsprofile, Daten und Ansprüche der Erziehungswissenschaft" vom 23. bis 25.09.2020 an der Helmut-Schmidt-Universität Hamburg.
Informationen zu unserem virtuellen Alternativprogramm finden Sie hier.

Herbsttagung 2019

Wir laden Sie herzlich zur Herbsttagung 2019 der Kommission Wissenschaftsforschung „'Theorieverschleiß' und 'Methoden-Friedhöfe'? Theorie- und Methodenrezeption in der Erziehungswissenschaft", die vom 25. bis 27. September in Göttingen stattfinden wird, ein.
Das Tagungsprogramm finden Sie hier. Hinweise zur Anmeldung dazu finden Sie auf dem Tagungsprogramm.

Herbsttagung 2018

Die Herbsttagung 2018 der Kommission Wissenschaftsforschung fand vom 26. bis 28.09.2018 an der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg unter dem Titel:„Strukturwandel der Erziehungswissenschaft und der erziehungswissenschaftlichen Wissensproduktion" statt.
Die Tagung widmete sich der Frage, ob und wo sich im Kontext der Erziehungswissenschaft ein Strukturwandel beobachten lässt, wie er theoretisch bestimmt und empirisch auf den Ebenen der erziehungswissenschaftlichen Organisationsstruktur und hinsichtlich der epistemischen Gestalt der Erziehungswissenschaft erschlossen werden kann. Das Programm sowie die Anmeldemodalitäten finden Sie hier.

Herbsttagung 2017

Die Herbsttagung 2017 fand vom 4. bis 6. Oktober 2017 dem Titel "Wendungen und Windungen in der Erziehungswissenschaft" an der Universität Göttingen statt. Das Programm können Sie hier herunterladen.